Leni Fromm stellt in der Hammermühle in Hohenburg aus
Beim Malen ist alles erlaubt

Beate Schaller (links), die Inhaberin der Hammermühle mit ihren Ausstellungsmöglichkeiten, freut sich, Werke von Leni Fromm (rechts) präsentieren zu können. Bis Ende August zeigt die Neumarkterin in Hohenburg ihre durchaus etwas provokant gemeinten Werke - zumindest ihre Titel sprechend dahingehend eine deutliche Sprache. Bild: bö
Kultur
Hohenburg
22.07.2016
78
0

Neues "Ambiente" für die Hammermühle in Hohenburg: Dort ist bis Ende August die Kunstausstellung von Leni Fromm aus Neumarkt zu sehen. Es ist die dritte Einzelschau, die die quirlige Malerin zusammengestellt hat.

Ihr Metier sind ausschließlich Acrylfarben. Bei größeren Bildern arbeitet sie gerne Strukturen oder Materialien mit ein. "Als Werkzeug setze ich vorwiegend Pinsel, aber auch mal Spachtel oder Messer ein", berichtete sie jetzt bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung, "meine Arbeiten lasse ich intuitiv entstehen, dazu bereite ich mir auch eigene Farbkompositionen auf."

"Zum Malen muss mein Kopf frei sein von Gedanken und Erwartungen, das ist für mich ganz wichtig", ließ sich die Neumarkterin in Kopf und Karten schauen, die Kunst und Malerei mittlerweile als ihre "große Leidenschaft" bezeichnet. Für sie bedeute das Traum, Fantasie, Freiheit, aber manchmal auch Neuland und "Unvernunft".

"Durch meine abstrakten Bilder fülle ich gerne einen Raum mit Farbe und rege zum Nachdenken an", schilderte Fromm, "dazu wähle ich oft kräftige Töne und eine Vielzahl von Farben aus." Das Motto ihrer Schau in Hohenburg ist sowohl etwas provokativ, als auch nachdenklich machend ausgefallen: Es lautet: "Pure Vernunft darf niemals siegen." "Damit will ich die Menschen ansprechen, eigene Ideen zur Geltung zu bringen", erklärte die Malerin.

Die gebürtige Ambergerin ist in der Gemeinde Ursensollen aufgewachsen. Seit 2001 lebt sie in Neumarkt. Ihr Beruf als Heilerziehungspflegerin und die Arbeit als Wohngruppenleiterin in der Regens-Wagner-Einrichtung in Lauterhofen könnten mit der Malerei gut in Einklang gebracht werden, sagte Fromm. Vor zwei Jahren habe sie auch eine Kunstgruppe für diesen Personenkreis gegründet.

Ihre derzeitige Arbeit beschäftigt sich mit gemeinsamen Upcycling-Projekten. Ihre Werke nennt Fromm zum Beispiel "Vom Suchen und Finden des Gleichgewichts", "Nacht und Nebel auf der Brandung", "Der friedliebende Soldat" und "Der lustige ernstzunehmende ältere Herr".

Pure Vernunft darf niemals siegen: Damit will ich die Menschen ansprechen, eigene Ideen zur Geltung zu bringen.Leni Fromm erläutert den Titel ihrer Ausstellung
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.