Trachtenkapelle Hohenburg dankt Fans mit Konzert
Nicht nur weihnachtlich ein Genuss

Das Weihnachtskonzert der Trachtenkapelle Hohenburg war auch heuer wieder das große Musikerlebnis im Lauterachtal.
Kultur
Hohenburg
17.12.2015
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Junge Leute, aber auch jung gebliebene Senioren haben sich bei der Nachwuchskapelle in Hohenburg schon gut eingespielt, obwohl sie erst im Oktober mit ihrer Musik-Ausbildung begonnen haben. Bilder: bö (2)

Da waren die sonst reichlichen Sitzplätze in der Pfarrkirche St. Jakobus, selbst die auf der großzügigen Empore, schnell vergeben: Musikalisch führte die Trachtenkapelle Hohenburg ein paar Schritte weiter auf Weihnachten hin.

Es hat sich herumgesprochen, dass in Hohenburg hervorragende konzertante Blasmusik gespielt wird: Entsprechend groß war die Zuhörerschar.

Im Konzertprogramm fand man auch die Stücke "Voyage into the Blue" des japanischen Komponisten Naoya Wada und "Concerto d'Amore" des Holländers Jacob de Haan: Damit hatte die Trachtenkapelle beim Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes in der Mittelstufe erst kürzlich großen Erfolg.

Ein Dank an die Fans


Mit einem Konzerterlebnis für ihre Fans, Freunde und Gäste dankten die Musiker um Dirigent Michael Schäfer zusammen mit Anja Paulus als Leiterin des Jugendblasorchesters und Trachtenkapellen-Vorsitzendem Markus Mitschke. Viel Wissenswertes zu den Musikstücken erzählte Wolfgang Preibisch.

Das Nachwuchsorchester präsentierte sich gut gemischt mit jungen Leuten und einigen Neueinsteigern aus der Seniorenriege, die alle erst im Oktober mit dem Erlernen eines Instruments begonnen haben. Sie spielten "Das junge Weihnachtskonzert" von Alfred Bösendorfer und die "Soul Ballad" von Jacob de Haan, dirigiert von Anja Paulus.

Zur Einstimmung auf die weihnachtlichen Tage konnte man "Tochter Zion" lauschen. Die Klangvielfalt von "Highland Cathedral", einem Stück, das alle schottischen Pipe Bands beherrschen, war die Hommage an das schottische Unabhängigkeitsbestreben und die Überlegung dazu, ob es nicht als neue schottische Nationalhymne gewählt werden sollte. Mit dem winterlichen Charakterstück der Petersburger Schlittenfahrt fuhr man im Pferdeschlitten durch die verschneite Stadt.

Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach hörte man das Menuett "Anna Magdalenas Song", in G- Dur, das in den Jahren 1722 bis 1725 in zwei Notenheften von Johann Sebastian Bach zusammengestellt worden war. Die Klangvielfalt des "Concerto d' Amore" verband die unterschiedlichen Stilrichtungen einer barocken Ouvertüre, getragen von Pop und Jazz mit einem prunkvoll auslaufenden Adagio.

Auch Sinatra im Programm


Immer noch fest verankert ist die Melodie des Duetts "Something stupid", mit dem 1966 Frank Sinatra und seine Tochter Nancy die Hitparaden stürmten. Mehr als 60 Coverversionen waren bisher von diesem Nummer-Eins-Hit zu hören. Eine davon spielte die Trachtenkapelle.

Zugabe muss sein


Die glanzvoll vorgetragene Ballade "Music" aus dem Jahr 1976 erreicht heute noch Spitzenplätze in der Gunst des Publikums, auch in Hohenburg. Mit dem modernen spanischen Weihnachtslied "Feliz Navidad" von Jose Feliciano versuchten sich die Musiker weihnachtsgerecht zu verabschieden. Aber ohne Zugabestücke war dies nicht möglich. So folgten noch klassische Melodien zum Fest, "Maria durch den Dornwald ging" und "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit", ehe man auf den Marktplatz ging, um bei Glühwein die Hohenburger Konzertimpressionen nachwirken zu lassen.
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