Trachtenkapelle Hohenburg öffnet die Türen zum Fest
Ein Kenner-Tipp

Die Hohenburger Querflötistinnen waren eine Klasse für sich. Bilder: bö (2)
Kultur
Hohenburg
19.12.2014
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(bö) Draußen begleitet nasskaltes Wetter den hellen Glockenschlag der Kirchturmuhr, drinnen in der Pfarrkirche wurde der festlich ausgeleuchtete Altarraum zur Konzertbühne für die Trachtenkapelle Hohenburg mit ihrem musikalischen Leiter Michael Schäfer.

Mit einer überzeugenden Leistung haben die musikalischen Akteure die Türen für das Weihnachtsfest weit geöffnet. Sitzplätze waren rar bei diesem vorweihnachtlichen Konzert - auch die Logensitze auf der Empore waren äußerst begehrt. Das Nachwuchsorchester unter Anja Paulus und das Konzertorchester mit Dirigent Michael Schäfer präsentierten ihren Gästen einen musikalischen Adventskalender.

Viele Stunden geprobt

Viel Wissenswertes zu den Musikstücken erzählte Helmut Braun. In den vergangenen Jahren ist dieser Auftritt der Trachtenkapelle zu einem Insidertipp geworden: Es hat sich herumgesprochen, dass in Hohenburg hervorragende Musik gespielt wird. Viele Probestunden hätten die Beteiligten dafür aufgewendet, verrieten Vorsitzender Markus Mitschke und Dirigent Michael Schäfer, die den Musikern dafür dankten. Die boten zur Einstimmung die Klangfülle der Blasinstrumente aus der Christmas Overture von Roland Kernen. Das Steven-Reineke-Stück "Where Eagles Soar" machten den Flug des Adlers hörbar. Dann war das getragene "Halleluja" aus Händels Oratorium zu hören. Mit Musik von Robert Finn erinnerte die Konzertkapelle an die Schlangengöttin Medusa.

"Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" sind immer wieder schon zu hören, auch wenn heuer in der Vorweihnachtszeit der gleichnamige Film 16 Mal im Fernsehen zu sehen ist. Mit "Cinderella's Dance" nach einem Arrangement von Kurt Gäble wurden die Hohenburger verzaubert.

Berührend gespielt

Zur "Kleinen Adventsfantasie" von Thiemo Kraas konnte man sich auch auf der harten Kirchenbank bequem zurücklehnen. Das erwartungsvoll festliche "Macht hoch die Tür" und das zarte, innige "Maria durch ein Dornwald ging" berührten wohl jeden der Konzertbesucher. Vom Jugendorchester unter der Leitung von Anja Paulus lagen die Notenblätter von "Lord of the Dance", dem "Jingle Bell Rock" und des etwa 50 Millionen Mal verkauften "Skyfall" in der Blasorchester-Version auf dem Notenpult. Weiße Weihnachten wird es nach den Wettervorhersagen heuer nicht geben, doch "White Christmas" von Irving Berlin entschädigte ein wenig dafür. Die Hohenburger bekamen die beeindruckende Blasorchester-Version dieses weltbekannten Liedes zu hören. Wer dann noch ein bisschen Zeit hatte, der konnte draußen in der nasskalten Dezembernacht das wunderschöne Konzerterlebnis bei einer Tasse Glühwein und einem netten Gespräch ein wenig nachklingen lassen.
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