Trotz Regens eine Superkirwa
Die Bouchdna auf dem Sprung

Das Mühlradl drehte sich beim Baumaustanzen in Mendorferbuch.
Kultur
Hohenburg
24.08.2016
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Es war ein Wechsel zwischen Hoffen und Bangen, ob es in die Liesl hineinregnen würde. Trotzdem wurde es eine Superkirwa in Mendorferbuch. Nicht zuletzt wegen einer Welturaufführung.

Mendorferbuch. (bö) Der Ruf "Oh Kirwa louh niat naou" prägte vier Tage lang das Leben in Mendorferbuch. 21 Paare tanzten den Baum aus - mit bangem Blick in den Himmel. Schließlich hatte man wegen eines Regenschauers schon ein wenig später anfangen müssen. Bereits am Freitagnachmittag war der Kirwabaum aus dem Sponsorenwald ins Dorf gebracht, geschält, verziert und hergerichtet worden. Im Wirtshof sorgte die Baumwacht dafür, dass ihm nichts passierte. Mit viel Unterstützung aus der Dorfgemeinschaft wurde er dann am Samstag aufgestellt.

Nicht nur die Stodlkirwa gehört hier zum Programm, sondern auch der sonntägliche Kirchgang - obwohl der dem einen oder anderen etwas schwer fiel. Dieses Fest pflegt nicht nur den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, sondern ist auch Treff für viele Gäste aus benachbarten Kirwagemeinschaften.

21 Paare tanzten heuer zu den Klängen der Bouchdna Kirwamusi den Baum aus. Gespielt wurden dazu der Etzelwanger, der Fensterltanz, die Sternpolka, ein Dreher und das Mühlradl, das sich alle Jahre hoch droben im Juradorf dreht.

Richtig eng war's im Wirtshof: Mehrere Hundert Gäste wollten beim großen Spektakel mit dabei sein, und erfahren, wer das neue Oberkirchweihpaar wird. Florian Schießl aus Allertshofen und Franziska Hofmann aus Mendorferbuch sind es. Der Mendorferbucher Springplatter erlebte beim Baumaustanzen seine Welturaufführung - eine tolle Idee der Burschen. Besonders neugierig machte erneut das Schnoderhüplflsingen, bei dem genüsslich vieles aus dem Dorfleben breit getreten und auch manchen Nachbarn genüsslich in die Suppe gespuckt wird.

Vom Feierheisl und der Vier-Kasten-PartyIn ihren Schnoderhüpfln traten die Kirwaleit das Räuscherl beim Baumausschauen nochmals breit. Aber auch der Fuhrpark eines Dorferers wurde bewertet und der Kreuzbandriss eines Hobbykickers notdürftig zusammengeflickt.

Dass die Zeitungsträgerin mit einem Einbrecher verwechselt wurde, kam ebenso zur Sprache wie die danebengegangenen Anstrengungen der Pink Panthers als Cupverteidiger beim Fußballturnier. Von der Spur der Russlandrallye mit dem Leichenwagen wissen jetzt alle Kirwabesucher. Das neue Feierheisl im Dorf wurde gepriesen und den Wirtshaushockeln Zunder gegeben.

Die Vier-Kasten-Party wurde angemahnt und die Hohenburger Köpfe am Marktplatz neu ausgerichtet. Ein Garagenbewohner wurde allen bekanntgemacht und man wunderte sich, warum die Allertshofer Bevölkerung schwer am Wachsen ist.

Es wurde auch in die Hohenburger Mogelpackung geschaut - und schon war man mittendrin im humorigen Schlagaustausch mit den "Moakerern", der aber mit einem kräftigen Schluck aus der Liesl für beide Seiten doch wieder einmal gut ausgegangen ist. (bö)
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