Der Klaus zwirbelt am besten

Wer zwirbelt in Hohenburg den längsten Rettich? Die Antwort lieferte Klaus Falk (links) - mit 185 Zentimetern. Bilder: hmx (2)
Lokales
Hohenburg
17.02.2015
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Er ist nicht nur Hohenburger Feuerwehrkommandant und Kirchenpfleger. Er ist auch der beste Rettichzwirbler im Ort: Mit 1,85 Meter konnte Klaus Falk keiner das Wasser reichen.

Ermittelt wurde dieses amtliche Ergebnis beim Krautkopfball. Kein Faschingsball der üblichen Machart - sondern ein uriges, geselliges Maschkerer- und Narrentreffen der Gartenbaufreunde und ihrer Anhänger, in Hohenburg am Faschingssamstag fest etabliert. Das TuS-Sportheim war dabei erneut nicht nur der Treffpunkt der Krautköpfe, sondern auch das Mekka der besten Rettichzwirbler aus Hohenburg und Umgebung. Keine Frage, hier geht es um ein Faschingsereignis, bei dem man dabei gewesen sein muss! Die Idee hat inzwischen zwar schon fast 40 Jahren auf dem Buckel - ist aber trotzdem nicht eine Spur holzig geworden.

Schwung vom Hias

Für den nötigen Schwung sorgte auch heuer wieder der Hias, den man schon wegen seiner Sträflingskleidung als lebenslänglichen Musikanten dieser illustren Feiergemeinschaft ansehen muss. Als besondere Attraktion wurde einst das Rettichzwirbeln eingeführt: Wer das längste Exemplar auf den Tisch bringt, ist der Faschingskönig.

Gleich verspeist

Dass dazu verschiedene Schneidetechniken und Eigenheiten angewandt werden, ist die Eigenheit eines jeden "Meisters" geworden. Der Rettichschneider und sein Salzer müssen ein Team sein, denn sonst will die Sache nicht gelingen. Salz macht den Rettich mürbe und damit biegsam: Das ist das große Geheimnis, wenn die Wurzel als möglichst lange eine Spirale auseinandergezogen werden soll. Abreißen darf das gute Stück dabei natürlich nicht, sonst geht die strenge Wertungskommission an den Meistern vorbei. Bei Klaus Falk blieb sie nicht nur stehen, ihm erkannte sie auch den Titel zu: Er ist der beste Zwirbler - das ergaben abschließende Messungen. Auf 1,85 Meter hatte Falk es gebracht, ohne seinen Rettich abzureißen. 1,43 Meter schaffte Daniela Troidl, 1,40 Meter Barbara Schindler. Bürgermeister Florian Junkes landete abgeschlagen im hinteren Mittelfeld. Nur noch 23 Zentimeter legte Johannes Kahlmeyer der Jury vor - den Rest hatten er und sein Salzer schon vorher aufs Butterbrot gelegt und aufgegessen.
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