Die Burg wankt nicht

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege bestätigte der Marktgemeinde Hohenburg den Erhalt und die Sicherung der Burgruine Hohenburg mit deren Aufnahme in das kommunale Denkmalschutzkonzept. Bild: bö
Lokales
Hohenburg
28.08.2015
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Es ist Sommer- und Urlaubszeit. Trotzdem war die Tagesordnung bei der Marktgemeinderatssitzung in Hohenburg mit Anfragen und Infos nur so gespickt.

(bö) Der Ransbacher Kirchensteig ist künftig kein öffentlicher Fußweg mehr. Dazu gab es keine Gegenstimme. "Der Kirchensteig wird von der Bevölkerung nicht mehr genutzt, er hat somit jede Verkehrsbedeutung verloren und kann deshalb eingezogen werden", sagte Bürgermeister Florian Junkes. Der bauliche Zustand würde im Winter eine Sperrung erforderlich machen. Anliegende Grundstücksbesitzer haben bereits Kaufinteresse bekundet.

Wie Junkes informierte, hat es in den vergangenen Wochen nochmals eine Grenzvermessung wegen der Errichtung des Lauterachsteges hinter dem Rathaus gegeben.

Die Burg ist wichtig

Mit einem Schreiben bekundet das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege der Marktgemeinde Hohenburg den Erhalt und die Sicherung der Burgruine Hohenburg mit der Aufnahme in das kommunale Denkmalschutzkonzept. "Ziel soll es sein, den langfristigen Erhalt der Burg zu sichern und die Zusammengehörigkeit von Burg und Markt zu verdeutlichen", betonte der Bürgermeister. Was das Bebauungsplan-Verfahren der Nachbargemeinde Ensdorf für das Dienstleistungszentrum "Don Bosco" angeht, habe Hohenburg keine Einwände.

Haftungsfrage klären

Mit der Umsetzung des kommunalen Denkmalschutzkonzeptes ist bereits eine Architektin beauftragt, erfuhr das Gremium. Gemeinderat Sebastian Schärl hatte nachgefragt. Josef Gmach äußerte sich zum Jakobusweg in Hohenburg, der über mehrere Privatgrundstücke führe. Gmach bat um Klärung der Rechtslage in Bezug auf die Haftung.

Johann Seitz berichtete, dass entlang der Gemeindeverbindungsstraße im Talbereich zwischen Allertshofen und Mendorferbuch Bäume und Sträucher in den öffentlichen Verkehrsraum ragten. Die Grundstückseigentümer sollten aufgefordert werden, sie zurückzuschneiden.

Marktgemeinderat Josef Weigert erkundigte sich, wie der Stand der Dinge bei der bislang gesperrten Allersburger Brücke über den Hausner Bach ist. "Hier steht die Rückantwort des Straßenbauamtes in Sulzbach-Rosenberg noch aus", merkte Bürgermeister Junkes dazu an.

Moniert wurde in der Sitzung, dass in letzter Zeit im Allersburger und Berghausener Bereich Netzprobleme beim Anbieter Vodafone aufgetreten seien. Die Verwaltung wurde beauftragt, beim Betreiber wegen der Störungen vorstellig zu werden.

Sebastian Schärl beklagte Abschwemmungen aus dem öffentlichen Feld- und Waldweg nach dem Anwesen Mitschke in Hohenburg: "Nach Gewitter und Starkregen liegt Schotter aus der Staatsstraße im Kurvenbereich."

Bürgermeister Florian Junkes will Kontakt mit dem Straßenbauamt aufnehmen und die Zuständigkeit klären, hieß es.

Wie Josef Gmach dazu wusste, kommen die Abschwemmungen vom öffentlichen Feld- und Waldweg "Zum Kirchent". "Dieser steht in der Baulast der Anlieger", war in der Sitzung zu hören. Die Jagdgenossenschaft Adertshausen-Hohenburg hatte den Weg vor Jahren bereits einmal instandgesetzt, jetzt seien aber wieder Unterhaltsmaßnahmen nötig.
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