Doch andere Kinderideen stoßen auf Gegenliebe
Kein Felsenlabyrinth

Sprecht eure Anliegen weiterhin laut aus und bringt euch in der Gemeinde aktiv ein.
Lokales
Hohenburg
04.08.2015
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Bei der Forderung der Dritt- und Viertklässler nach mehr Feuerwehrautos raufte sich Bürgermeister Florian Junkes die Haare, auch ein Felsenlabyrinth hielt er für nicht machbar. Einen Wasserspielplatz könnte er sich aber für die Kinder in Hohenburg gut vorstellen.

Diese Vorschläge waren beim Projekt "Forschungswerkstatt Heimat" der Lauterachtal-Grundschule herausgekommen. Ende April war dazu ein Team von Ehrenamtlichen der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises vor Ort, um mit den Schülern die Gemeinde auf Kinderfreundlichkeit und Gefahrenstellen zu untersuchen. Damit die erarbeiteten Ergebnisse der zwei Projekttage auch wahrgenommen werden, hatte man Bürgermeister Florian Junkes zu einer Präsentation eingeladen.

Für Schulleiterin Andrea Meier fördert dieses Projekt das Verständnis und das Einüben demokratischen Handelns. Die jungen Heimatforscher stellten ihre gestalteten Plakate und Modelle vor und erklärten ihre Wünsche und Ideen. Dem Bürgermeister gefiel es, dass die Kinder sich so fleißig und kreativ mit ihrer Gemeinde auseinandersetzten. Viele ihrer Anliegen betrachte er selbst als wünschenswert, doch könne er keine Versprechen für die Umsetzung machen. Das Finanzielle sei da oft ausschlaggebend, für ihn als Bürgermeister genauso wie für die Schüler zu Hause mit dem Taschengeld.

Allerdings sei er ein "Freund der Unterstützung", sagte Junkes. Er schlug vor, dass die Forscher Geld für beispielsweise ein neues Klettergerüst sammeln könnten, das von der Gemeinde dann bezuschusst würde. "Denn nur miteinander werden wir was hinkriegen." Dass Gehwege und Fußgängerüberwege in Hohenburg rar sind, musste der Bürgermeister schon in seiner eigenen Schulzeit erfahren. Deshalb sei es wichtig, im Straßenverkehr besonders aufzupassen - auch die Eltern sollten sich an Geschwindigkeitsvorschriften halten.

Junkes sicherte den jungen Bürgern zu, dass seine Tür für sie immer offen stehe. Die Kinder sollten ihre Anliegen weiterhin laut aussprechen und sich in ihrer Gemeinde aktiv einbringen. Auch Klassenleiterin Gertrud Lautenschlager lobte die motivierten Heimatforscher und dankte dem Team der Forschungswerkstatt. "Man muss immer ein paar utopische Gedanken haben, um das Mögliche zu erreichen", nannte Lautenschlager das Ziel des Projekts.
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