Grundschüler trainieren mit Polizei richtiges Verhalten an Haltestellen und im Bus - Beim ...
Drängeln und schubsen streng verboten

So schön aufgereiht und diszipliniert sollen die Grundschüler auch an den Haltestellen stehen, wie ihnen Polizeioberkommissar Ludwig Heselmann bei der "Bus-Schule" erläuterte. Bild: hah
Lokales
Hohenburg
30.12.2014
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Die Gemeinde Hohenburg besteht aus 23 Ortsteilen. Schon daraus ergibt sich die Notwendigkeit, dass viele Kinder mit dem Bus in die Lauterachtal-Grundschule im Markt gefahren werden müssen. Für die 19 Erst- und Zweitklässler war das richtige Verhalten im Fahrzeug und an den Haltestellen deshalb kurz vor Weihnachten ein Unterrichtsschwerpunkt.

Mit Unterstützung der Polizei gab es die "Bus-Schule", bei der die Kinder unter fachkundiger Leitung von Polizeioberkommissar Ludwig Heselmann nicht nur theoretische Grundlagen erarbeiteten. Es war auch "Learning by doing" angesagt: Die Buben und Mädchen übten das Anstellen an der Haltestelle genauso wie das Ein- und Aussteigen und das Besetzen der Plätze samt Unterbringen ihrer Ranzen. Das Unternehmen Lindner hatte dafür einen Bus mit Fahrer zur Verfügung gestellt.

Heselmann ermahnte die Kinder, schon auf dem Weg zur Haltestelle keinen Unsinn zu machen und möglichst Gehwege zu benutzen. An der Haltestelle mussten die Kleinen ihre Ranzen in entsprechendem Abstand zur Straße hintereinander auf dem Boden abstellen. "Drängeln oder gar schubsen ist strengstens verboten", machte der Polizist deutlich und bewies, dass ohne diese Unsitte das Einsteigen ohnehin wesentlich schneller klappt. Die Schultaschen sollten dabei nicht auf den Rücken gepackt, sondern in die Hand genommen werden.

Im Bus mussten die Plätze dann der Reihe nach von vorne nach hinten aufgefüllt werden. Wichtig war natürlich auch das Anschnallen. Die Taschen gehörten zwischen die Beine auf den Boden, machte Heselmann klar und demonstrierte mit einem Aktenkoffer, dass bei einer scharfen Bremsung ein solches Behältnis mit hoher Geschwindigkeit nach vorne saust.

Auch bei der Ankunft sollen die Kinder erst aufstehen, wenn der Bus bereits angehalten hat, lehrte der Polizeioberkommissar, der ferner darauf hinwies, beim Aussteigen ebenso wenig zu drängeln. Mit dem Überqueren der Straße sollen die Schüler nach seinen Worten in jedem Fall warten, bis der Bus nicht mehr zu sehen und zu hören ist.

Dies sei angebracht, weil sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Vorschrift hielten, im Schritttempo an haltenden Bussen vorbeizufahren. Auch den toten Winkel im Spiegel eines Autos zeigte der Polizist den Kindern und warnte vor dieser Gefahr.
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