Hohenburg ist nicht allein

Die Landespolitik und der Denkmalschutz wollen die Hohenburger bei der Ortskernsanierung nicht alleine lassen (von links): Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, Staatssekretär Albert Füracker, Landeskonservator Mathias Pfeil, Regierungsrätin Christine Obersteiner, Architekt Markus Rösch, Bürgermeister Florian Junkes, Kreisrat Sebastian Schärl und Amtsrätin Barbara Rubenbauer. Bild: bö
Lokales
Hohenburg
26.09.2014
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Die Marktgemeinde versucht alles, um ihren historisch gewachsenen Marktplatz aufzuwerten. Bislang scheiterte sie an der Finanzierung. Jetzt kündigt sich Unterstützung an.

(bö) Die Politik und das Landesamt für Denkmalpflege wollen die Hohenburger mit der Umsetzung ihres Wunschprojektes nicht allein lassen. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Harald Schwartz (CSU) waren Finanz-Staatssekretär Albert Füracker (CSU) und der Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege, Generalkonservator Mathias Pfeil, in Hohenburg, um sich von Bürgermeister Florian Junkes über das Projekt informieren zu lassen.

Gemeinde fehlt Geld

Dieses kostenträchtige Vermächtnis des Denkmalschutzes, bedingt durch die Truppenübungsplatz-Randlage, fehlende Infrastruktur und demografischen Wandel, hat bei den Lauterachtalern in den vergangenen Jahren schon oft für Diskussionen gesorgt.

Es hatte immer wieder ernsthafte Bemühungen gegeben, mit einer allgemeinen Ortskernsanierung oder auch der Unterstützung von Einzelbaumaßnahmen im Ensembleschutzbereich Bewegung in die Gestaltung des Marktkerns zu bringen. Letztlich scheiterte es immer an der Finanzierung: Wegen der hohen Verschuldung kann die Marktgemeinde sie nicht stemmen. Die Daseinsvorsorge für die Bürger mit Kläranlagenbau, Abwasserleitungen, Verbesserung der Wasserversorgung und Straßenausbau hat der Flächengemeinde Hohenburg viel Handlungsfreiheit genommen.

Bürgermeister Florian Junkes verwies insbesondere auf die Situation der Truppenübungsplatz-Randgemeinde mit allen einhergehenden Herausforderungen: "Es ist mir ein Anliegen, diese Konstellation in München vorzubringen." Es geht um den Erhalt und die Sanierung des historischen Marktplatz-Ensembles mit dem Ziel, Attraktivität und Wohnqualität zu steigern. "Ich denke hier an wichtige Aspekte wie seniorengerechtes Wohnen und an ein attraktives Wohnumfeld für junge Familien", sagte Harald Schwartz.

Bei einem Gang über den Marktplatz informierte Architekt Markus Rösch (Büro ASP Gebenbach) auch über den Stand der Renovierung des Pfarrhofs. In diesem Zusammenhang brachte Kreisrat Sebastian Schärl, der auch Mitglied des Marktgemeinderates ist, seine Forderung nach dem Erhalt verschiedener Einzeldenkmäler im Marktkern an.

Amt will anschieben

Generalkonservator Mathias Pfeil signalisierte Unterstützung. Er beteuerte, dass das Landesamt für Denkmalpflege alles daran setze, Bewegung in den Ort zu bringen, um sowohl seniorengerechtes Wohnen als auch ein attraktives Umfeld für junge Familien zu ermöglichen. Er versprach seinen Einsatz dafür, dass verschiedene Zuwendungsgelder "zusammengeführt" werden, um für Hohenburg eine finanzierbare Lösung aufzuzeigen. Staatssekretär Albert Füracker will auf der politischen Schiene mit anschieben: "Gerade weil es sich um ein längerfristiges Projekt handelt, müssen wir hier unter Einbindung der Bürgerschaft eine zusätzliche Aufbruchstimmung in Hohenburg erzeugen."

Seine Heimatgemeinde Lupburg habe eine ähnlich herausfordernde Situation in eine positive Entwicklung umlenken können. Um den Vor-Ort-Termin durch Fachgespräche fortzuführen, wurde vereinbart, die weitere Vorgehensweise in den kommenden Wochen zusammen mit Bürgermeister Florian Junkes im Landesamt zu besprechen.
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