Hohenburger ziehen an Fronleichnam zu vier Altären
Zu allen Evangelisten

Die um das Jahr 1500 gebaute Fuchsenkapelle in Hohenburg ist schon seit wohl ebenso langer Zeit das erste Ziel der Fronleichnamsprozession durch den Markt. Bild: bö
Lokales
Hohenburg
06.06.2015
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Fronleichnam hat auch in Hohenburg einen großen Stellenwert: Neben dem Sebastianifest im Januar, bei dem die Gläubigen in Erinnerung an eine Hungersnot mit einer Statue des Heiligen durch den Markt ziehen, ist diese Prozession der zweite große Tag, an dem das Allerheiligste zu vier Altären zu Ehren der Evangelisten Markus, Matthäus, Lukas und Johannes getragen wird.

Neben einer Station bei der Salvatorkirche, im Volksmund auch Kobelkirche genannt, am Ortseingang von Adertshausen beim Anwesen der Familie Albertin und am Marktplatz gehört der Altar bei der um 1500 gebauten Fuchsenkapelle neben der erstmals 1345 urkundlich erwähnten Salvatorkirche zu den ältesten Fixpunkten des Fronleichnamszuges in Hohenburg. Dass die denkmalgeschützte Wegekapelle nicht nur am Feiertag, sondern auch während des Jahres ein besonderer Blickfang ist, darum kümmert sich die Familie Lotter aus der direkten Nachbarschaft.

In Hohenburg ist es auch Brauch, dass die Gläubigen an jedem Altar einen Birkenzweig mitnehmen und daraus einen kleinen Kranz binden. Diesen geweihten Birkenreisig stecken viele daheim hinter ihr Kruzifix, um Haus bzw. Wohnung und die Familienmitglieder vor Unheil und Unglücksfällen zu bewahren.
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