Jagdhund wird billiger

Lokales
Hohenburg
20.10.2015
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Die Hundesteuer war ein großes Thema in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats Hohenburg. Im Mittelpunkt der Debatte stand ein Bürger-Antrag auf Befreiung von dieser Zahlungspflicht.

Im konkreten Fall ging es um Jagdhunde. Marktgemeinderätin Regina Armbruster untermauerte den Antrag dahingehend, dass die wenigen vorhandenen Jagdhunde auch durch Such-Einsätze oder nach Verkehrsunfällen mit Wildtieren öffentliche Aufgaben im Sinne des Tierschutzes erfüllen: "Da ist kein Unterschied mehr zu steuerbefreiten Rettungshunden zu erkennen."

2. Bürgermeister Manfred Braun merkte an, dass hier eine Dienstleistung für andere Jäger erbracht werde. Diese sei in Rechnung zu stellen - und müsse von demjenigen, der die Leistung in Anspruch nimmt, bezahlt werden. 3. Bürgermeister Georg Reis war der Ansicht, dass Revierpächter verpflichtet seien, einen Jagdhund zu halten.

Nach längerer Debatte lehnte der Marktrat den Antrag auf Steuerbefreiung für Jagdhunde ab - mit einer Gegenstimme. Mehrheitlich, mit 7:4 Stimmen, änderten die Bürgervertreter aber die Hundesteuersatzung: Damit wird künftig nur der halbe Steuersatz für Jagdhunde fällig, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Derzeit werden in Hohenburg 20 Euro für den ersten, 30 Euro für den zweiten und 80 Euro für jeden weiteren Hund berechnet. Ab Januar 2016 wird aber nur noch die halbe Steuer für Jagdhunde in Rechnung gestellt. Nichts geändert hat sich bei Kampfhunden: Für sie ist der siebenfache Satz zu entrichten.

Wie in der Sitzung auch zu hören war, sind derzeit 111 Hunde in Hohenburg angemeldet. Ein weiterführender Antrag von Marktgemeinderat Alois Siegert für eine generelle Steuer von zehn Euro für Jagdhunde wurde ebenfalls mit 7:4 Stimmen abgelehnt.
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