Kriegerdenkmal von Lutzmannstein könnte viel erzählen
Nicht vergessen

Einsam, aber nicht vergessen: Das Kriegerdenkmal, der Friedhof und die Pfarrkirche von St. Maria und Lucia stehen zusammen mit der über 200 Jahre alten Dorflinde als Geschichtsdenkmäler im Erweiterungsgebiet des Truppenübungsplatzes. Bild: bö
Lokales
Hohenburg
13.11.2015
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Ein Stück Heimat ist im Pfarrdorf Lutzmannstein im Truppenübungsplatz Hohenfels erhalten geblieben - auch wenn vielfach bereits Gras über die 1951 verlassenen Dörfer und Höfe gewachsen ist. Das Kriegerdenkmal in Lutzmannstein wäre am Sonntag wohl ein Treffpunkt der Vereine aus der Pfarrei und der Bevölkerung für die Ehrung der Gefallenen und Vermissten. Doch seit 1951 gibt es das hier nicht mehr.

Es ist trotzdem ein beeindruckendes Bild, das sich in diesen Herbsttagen beim Blick über den Dorfplatz bietet. Die ehemalige Pfarrkirche St. Maria und Lucia wird von Jahr zu Jahr weniger. Um die Jahrtausendwende haben die Gesteinsmassen des einstürzenden Kirchturms einen großen Teil des Friedhofs verschüttet. Lediglich die alte Dorflinde steht noch. Experten schätzen ihr Alter auf über 200 Jahre.

Die Toten sind bei der Ablösung im Friedhof zurückgeblieben. Die Grabmale haben ehemalige Bewohner und deren Angehörige vor einigen Jahren mit Genehmigung der US- Garnison Hohenfels bergen dürfen. Im Friedhof in Velburg hat man mit Hilfe der Stadt mit diesen Steinen eine würdige Gedenkecke aus den Friedhöfen des Erweiterungsgebietes Lutzmannstein, Pielenhofen und Griffenwang eingerichtet - als Erinnerung an die frühere Heimat.
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