Marktplatz endlich aufhübschen

Seit mehr als 20 Jahren schon ein Thema in Hohenburg: Beim Ausbau des Fußweges entlang des Weihermühlweges würden auch die Anlieger zur Kasse gebeten. Bild: bö
Lokales
Hohenburg
27.11.2015
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"Wie geht es mit unserem Marktplatz weiter"? Bei der Bürgerversammlung war zu spüren, dass dieses Thema auf breiter Front angekommen ist. So manchem Hohenburger dauert die Entwicklung anscheinend zu lange.

Bürgermeister Florian Junkes sagte, dass es eine der ersten Tätigkeiten nach seiner Amtsübernahme gewesen sei, "Bewegung in die Marktplatz-Sache" zu bringen. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage werde die Gemeinde die Sanierung letztendlich nur mit kleinen Schritten angehen können. Voruntersuchungen und Konzepte lägen bereits im Rathaus, die Umsetzung sei jedoch immer eine Geldsache.

"Städtebaumittel und Denkmalschutzgelder könnten genutzt werden, aber der Eigenanteil des Marktes von etwa 40 Prozent ist das Problem", erklärte Junkes. Hier hofft der Bürgermeister auf das neue Denkmalschutzkonzept des Freistaates. Auf Leerstände von Gebäuden im Marktplatzbereich habe die Gemeinde allerdings keinen Einfluss.

Keine Baumöglichkeiten gebe es derzeit in der Siedlung "Wochenendgebiet Mendorferbuch". Hier müsse der Markt das Ergebnis eines laufenden Rechtsstreites abwarten, war in den Bürgerversammlungen zu hören. "Dazu bräuchten wir dann auch noch Grundabtretungen der Anlieger für den Straßenbau und einen Aufstellungsbeschluss, dessen Kosten hauptsächlich durch die Anlieger im Wochenendgebiet zu finanzieren sind." Zur Sanierung der Hausnerbachbrücke in Allersburg informierte der Rathauschef, dass die Regelung des Landratsamtes zur Klassifizierung und Brückennutzbarkeit keinen dauerhaften Schwerlastverkehr zulasse. Eine abschließende Aussage liege im Rathaus noch nicht vor. "Und dann gibt es auch noch zu große Kostendifferenzen, die erst noch geklärt werden müssen."

Anlieger müssten zahlen

Ein Fußgängerweg entlang des Weihermühlweges in Hohenburg wäre nur mit großem Kostenaufwand möglich. Das antwortete der Bürgermeister auf eine entsprechende Frage bei der Bürgerversammlung in Hohenburg. Eine Steinmauer auf einer Länge von mehreren Hundert Metern müsste abgetragen und neu aufgebaut werden. "Da wären wahrscheinlich mehrere 100 000 Euro nötig." Das Vorhaben sei in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer wieder im Gemeinderat diskutiert worden, merkten ehemalige Markträte an. "Und bei einer Umsetzung wären die Anlieger kräftig mit dabei."

Neue Straßennamen?

Gemeindebürger aus Ransbach und Allersburg hätten sich gewünscht, dass auch der Radweg von Allersburg bis Hohenburg geräumt wird. Diesem Antrag erteilte Junkes aber eine Abfuhr. Straßennamen für den Ortsteil Allersburg oder Hausnummern - darüber konnten sich die Teilnehmer der Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Allersburg nicht einigen. Die Diskussion soll aber innerhalb der Dorfgemeinschaft geklärt werden, schlug Junkes vor. Eine Abholzung vor dem Felsen in Allersburg soll nach Klärung der Eigentumsverhältnisse in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband geklärt werden.
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