Netzwerk hat jetzt Gesichter

Das Netz der Hohenburger Nachbarschaftshilfe (NBH) steht (von links): Bürgermeister Florian Junkes, Claudia Hollweck (NBH-Ansprechpartnerin im Rathaus), Klaudia Niessl (Ehrenamtliche), Stilla Gradl (Seniorenbeauftragte Markt Hohenburg), Gabriele Jung (NBH-Koordinatorin) sowie die drei Ehrenamtlichen Robert Jung, Margit Mirtl und Arndt Mirtl. Bild: bö
Lokales
Hohenburg
11.04.2015
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Das soziale Netzwerk in Hohenburg hat ein Gesicht. Gesichter, um genau zu sein: Die Menschen, die hinter der neuen Nachbarschaftshilfe stehen, haben sich jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Gabriele Jung zeichnet als Ansprechpartnerin für die Organisation der "sozialen Feuerwehr" im Gemeindegebiet verantwortlich.

Mit der Nachbarschaftshilfe will der Markt für alle Gemeindeteile ein soziales Netzwerk der gegenseitigen und vor allem generationsübergreifenden Hilfe ermöglichen. Voraussetzung dafür, dass das gelingt, ist zum einen die Bereitschaft, unentgeltliche Hilfe anzubieten und zum anderen, Menschen zu überzeugen, diese Hilfe auch anzunehmen: So sehen es Gabriele Jung und Bürgermeister Florian Junkes. Das betonten beide bei einem Infoabend im Gasthaus "Schneck In" in Mendorferbuch.

Tipps aus Ursensollen

Viele Informationen aus dem sozialen Netzwerk zur Nachbarschaftshilfe hatten Norbert Schmid als Seniorenbeauftragter der Nachbargemeinde Ursensollen und die dortige Ansprechpartnerin Marion Graml als Einstiegshilfe mitgebracht: Sie berichteten aus ihren Erfahrungen der bereits aufgebauten Einrichtung. Ob Besuchsdienste oder Begleitungen, eine Betreuung bei Abwesenheit oder Krankheit, Haushalts-, Einkaufs- oder Reparaturhilfen, Garten- und Grabpflege, Kinderbetreuung, Beratung und spezielle Dienste: Die Leistungspalette, die künftig auch in Hohenburg angeboten werden soll, ist breitgefächert.

Nach den Worten der Verantwortlichen spricht eine Reihe von Gründen dafür, diese Nachbarschaftshilfe anzubieten. Zum einen sei es die Überalterung der Gesellschaft durch den demografischen Wandel. Speziell genannt wurde dabei die verstärkte Überalterung in den Dörfern durch die Landflucht der Jungen und die oft unzureichende Versorgungssicherheit, angefangen von Lebensmitteln bis hin zu Ärzten.

Ein Vorteil der Nachbarschaftshilfe sei aber auch die Unterstützung der jüngeren Generation bei kurzfristigen Herausforderungen des Alltags. Dazu kämen als weiterer Aspekt die steigende Herausforderung durch neue Technologien oder durch Notsituationen, die jeden treffen können, betonte Gabriele Jung.

Keine Schwarzarbeit

Eines aber wollte die Netzwerk-Sprecherin von vorneherein klargestellt wissen: Man werde sich mit den Hilfeleistungen nicht im Dunstkreis von "Schwarz & Samstag" bewegen.

Ab sofort erreichbar ist die Ansprechpartnerin der Nachbarschaftshilfe Hohenburg (NBH Hohenburg), Gabriele Jung, per Telefon (01 75/5 385 873) oder Mail (nbhhohenburggj@gmail.com). Interessenten können sich auch an Claudia Hollweck bei der Marktverwaltung wenden (0 96 26 / 92 11 12).
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