Ortssanierung: Das Geld fehlt

Lokales
Hohenburg
27.12.2014
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Ernüchternd nennt Bürgermeister Florian Junkes Gespräche mit der Regierung: Die Hohenburger Marktplatzsanierung scheitert wohl an der Verschuldung der Gemeinde.

Die Information der Gemeinderäte zum Jahresende über den Stand der städtebaulichen Sanierung des Marktplatzes und weiterer Einzelbaumaßnahmen war damit kein Weihnachtsgeschenk. Marktrat Sebastian Schärl regte trotz der schwierigen Ausgangsposition bei der Ortskernsanierung an, ein Nutzungskonzept zu erstellen: So könne man gut vorbereitet in die Verhandlungen mit dem Landesamt für Denkmalpflege gehen.

Nicht noch mehr Papier

Obwohl Prioritäten gesetzt wurden, ist in der Vergangenheit die Umsetzung von Projekten immer an der Co-Finanzierung des Marktes Hohenburg gescheitert. Grund dafür ist der hohe Verschuldungsgrad. "Nur Ordner zu produzieren brauchen wir nicht mehr", betonte Bürgermeister Florian Junkes jetzt in der letzten Ratssitzung des Jahres. Die einzige Chance sei es, noch in die zu erwartende Sonderförder-Nutzungszone zu gelangen. "Ein Termin bei der Regierung der Oberpfalz war ernüchternd gewesen", sagte Florian Junkes zum derzeitigen Sachstand.

Die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Hirschwald im Projekt "Senioremosaik" war ein weiteres Thema der Ratssitzung. Das Gremium sprach sich für die Kooperation mit dem Naturpark als Dachverband aus. In den vergangenen Wochen haben Stilla Gradl, Regina Armbruster und Claudia Hollweck die Qualifikation als Seniorentrainer abgeschlossen. Die Stabsstelle für die gemeinsame Seniorenarbeit der Naturpark-Gemeinden soll in Kümmersbruck eingerichtet werden. Auf lokaler Ebene sei Hohenburg bei der Seniorenbetreuung bereits "gut aufgestellt", bilanzierte Junkes.

Förderung beim Breitband

In Sachen Breitbandversorgung informierte der Bürgermeister: "Das Ergebnis der Markterkundung liegt uns vor." Jetzt gehe es um Vorschläge für die Festlegung der Erschließungsgebiete und um eine Kostenschätzung. Eine Markterkundung habe ergeben, dass Netzbetreiber für das ausgewiesene Erschließungsgebiet keinen Ausbau planen.

Den Hohenburgern ist laut Junkes bereits ein Fördersatz von 90 Prozent zugesagt. Bei einer Investition von einer Million Euro könne man also mit 900 000 Euro rechnen. Über die interkommunale Zusammenarbeit mit dem Markt Kastl erhöhe sich der Zuschuss um weitere 50 000 Euro. Beide Gemeinden hätten diese Kooperation bereits auf den Weg gebracht. Erste, grobe Kosten-Schätzungen der Gesamtmaßnahme wurden in der Sitzung mit 1 082 000 Euro beziffert. Als nächster Schritt muss laut Junkes der Gemeinderat Umfang der Ausschreibung, Vergabeverfahren und -entscheidung beschließen.

Zum Ende der Sitzung dankte der Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit im Rat und bat auch für das kommende Jahr um tatkräftige Mithilfe, um die Heimatgemeinde weiter voranzubringen.
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