Zu Fuß durchs Sperrgebiet

Lokales
Hohenburg
10.10.2015
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Diese Wanderung hatte ihren besonderen Anreiz: Wandern unterm weiß blauen Himmel im Truppenübungsplatz Hohenfels - in einem militärischen Sperrgebiet, wo man nicht alle Tage hinkommt.

Mehr als 100 Teilnehmer hatten sich angemeldet und sich die Zeit genommen, um vom Hohenburger Revierleiter des Bundesforstes, Armin Armbruster, auf ihrer Wanderung durch den Truppenübungsplatz viel Wissenswertes zur Landschaft, zu geschichtlichen Ereignissen, ehemaligen Ortschaften und zu forstwirtschaftlichen Themen zu erfahren.

Ein Wadlbeißer

Es war schon ein kräftiger Wadlbeißer, den alle Mitwanderer bei ihrem Weg von Hohenburg hinauf in den Obstgarten in der ehemaligen Ortschaft Viehausen verpasst bekamen. Dort konnten sie eine mehr als 100 Jahre alte Dorflinde bestaunen, in der mehrere Menschen Platz finden. Ein Gang durch die freigeschnittene Platanenallee, vorbei an der geräumten Dorfhüll zum Obstgarten im Dorf zeigte eine Vielfalt an längst verloren geglaubten Obstsorten, die im Truppenübungsplatz überlebt haben und auch heute noch qualitativ hochwertiges Steinobst tragen.

Die Gruppe machte Station an der Glaserkapelle auf dem Weg nach Deinfeld, die einstmals von der Familie Stauber aus Hohenburg gebaut worden war und schon bei der ersten Ablösung im Jahr 1938 verloren ging.

Viele forstwirtschaftliche Informationen bekamen die Wanderer bei ihrem Gang durch das Waldgebiet in Richtung Deinfeld und Raversdorf. Revierleiter Armbruster erzählte über die angehende Jagdsaison, Pflegemaßnahmen der großen Waldgebiete, Holzeinschlag und Vermarktung von Wald und Wild. In Raversdorf erklärte der Chef der Hohenburger Pateneinheit, der Vampires, Oberst Gary Graves, den Wanderern, wie geübt wird. Er erwähnt auch den Big Jump, dem großen Fallschirmjägerabsprung, bei dem vor wenigen Wochen innerhalb von ein paar Stunden mehr als 1200 Soldaten abgesetzt worden waren.

Großes Höhlensystem

In der ehemaligen Ortschaft Schwend, die derzeit den Namen Boyat trägt, konnte man das große Höhlensystem bestaunen, dass von den Amerikanern dort zu Übungszwecken in einem ehemaligen Sandsteinbruch gegraben wurde.

Über den Karlsberg erreichten die Besucher schließlich die ehemalige Ortschaft Frabertshofen, um von dort aus wieder in Richtung Hohenburg zurückzumarschieren. Doch bevor es in den Markt ging, konnte man noch bei einer kleinen Rast unterhalb der Hohenburg eine kleine Brotzeitrunde einlegen.

Eine tolle Veranstaltung, so hörte man es von allen Seiten, die von den Mitwanderern genossen worden ist, meinte dazu auch Bürgermeister Florian Junkes. Organisiert hatte die Aktion Markt-Jugendbeauftragter Moritz Kölbl.
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