Die Felssicherung Allersburg kann anlaufen
Vorerst keine Evakuierung

Die Staatsstraße zwischen Hohenburg und Allersburg bleibt wegen der Felssicherung weiterhin gesperrt. Die beiden Wohnhäuser unterhalb des Felsmassivs brauchen vorerst nicht evakuiert zu werden. Bild: bö
Politik
Hohenburg
27.07.2016
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Die Menschen in den beiden Häusern, die unterhalb des gefährlichen Felsens an der Staatsstraße 2235 stehen, müssen ihr Heim zumindest vorerst nicht verlassen. Noch vor Beginn der Frostperiode soll der Großteil der geplanten Sicherungsarbeiten abgeschlossen sein.

Der Markt Hohenburg wird in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Amberg- Sulzbach die Felssicherungs-Maßnahme Allersburg noch vor der Frostperiode angehen. Vorangegangen war eine lange Diskussion, bei der sich der Marktgemeinderat mit der Problematik dieser diffizilen Sicherung auseinandergesetzt hatte. Basis der Sanierung ist der Abschluss einer Vorfinanzierungs-Vereinbarung zwischen dem Freistaat, vertreten durch das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, der Straßenverwaltung und dem Markt Hohenburg wegen der Steinschlag- und Felssturzsicherung an der Staatsstraße 2235.

Schnelles Handeln


Die Planung samt Ausschreibung und Ausführungsüberwachung wird das Bauamt übernehmen, wurde in der Sitzung beschlossen. Mit einem Baubeginn ist noch im Herbst zu rechnen, damit bis zum Beginn der Frostperiode der größte Teil der Arbeiten erledigt ist. Nach Aussagen der Geologen kann mit diesem schnellen Handeln auch die Evakuierung der beiden Wohngebäude vermieden werden. Bauoberrat Stefan Noll (Staatliches Bauamt) erläuterte die Problematik im Marktrat.

Gemeinde Eigentümer


Die Vollsperrung der Staatsstraße war aufgrund der Felssturzgefährdung unumgänglich geworden. Mit etwa 500 000 Euro Kosten muss man für die notwendige Baumaßnahme rechnen. Der Markt Hohenburg ist Grundstückseigentümer und zugleich auch Sicherheitsbehörde. Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt, kann deshalb lediglich einen freiwilligen Beitrag zu den Baukosten im Bereich der Staatsstraße in Höhe von 35 Prozent gewähren. Die Maßnahme zum Schutz der beiden Wohnhäuser geht voll zu Lasten des Marktes Hohenburg.

Aus Sicherheitsgründen muss die Staatsstraße nach Hohenburg so lange gesperrt bleiben, bis die Sicherung abgeschlossen ist, war in der Sitzung zu hören. Wirtschaftliche Lösungen und günstigere Maßnahmen wurden geprüft, wobei eine Felsräumung oder Sprengung im Bereich der Wohnhäuser nicht möglich sein wird. Es wird eine Sicherung per Fangnetz und Zaunbau bis zu fünf Metern Höhe und mit entsprechender Stärke samt Verankerung angebracht, so die Fachleute.

Im FFH-Gebiet


Dazu kommt noch, dass das zu sichernde Grundstück im FFH-Gebiet liegt und der Magerrasen einen prioritären Lebensraum darstellt. Die zuständigen Fachstellen werden baubetreuend eingebunden.

Sollte die Maßnahme heuer noch über die Bühne gehen, käme auf den Markt Hohenburg wegen der notwendigen Kreditaufnahme noch ein Nachtragshaushalt zu.

Per Eilentscheidung


Weiterhin wurde ein Sachverständiger mit der Klärung der Gefährdung der beiden Wohngebäude betraut. Geschäftsleiter Theo Fochtner erläuterte, dass der Markt Hohenburg als Sicherheitsbehörde zur Klärung der Gefährdungslage der Häuser verpflichtet ist.

Mit einer Eilentscheidung hat man das Ingenieurbüro geobay + partner beauftragt, um die notwendigen Untersuchungen wegen der Gefährdungslage der Wohngebäude Allersburg 43 und 64 anzustellen. "Die Untersuchungen sind bereits angelaufen", so berichtete Bürgermeister Florian Junkes.
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