Diesmal gibt Denkmalschutz seine Erlaubnis:
Firad-Anwesen wird abgerissen

Hier ist nichts mehr zu retten: Das Firad-Haus am Marktplatz 7 darf jetzt mit Zustimmung des Landesamtes für Denkmalschutz im rückwärtigen Teil abgerissen werden. Bild: bö
Politik
Hohenburg
22.12.2015
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Nur wenige Gebäude haben den Marktrat in den vergangenen 15 Jahren mehr beschäftigt als das denkmalgeschützte Firad-Anwesen, benannt nach seinem letzten Eigentümer. Jetzt setzten die Bürgervertreter einstimmig einen Schlusspunkt unter diese unendliche Geschichte.

Das Gebäude mit der Anschrift Marktplatz 7, besser bekannt als das Firad-Anwesen, hat tatsächlich schon für einige Debatten gesorgt. Einmal war es beispielsweise darum gegangen, überhaupt erst einmal seinen Besitzer in der Türkei ausfindig zu machen.

Notsicherung half nicht


Letztlich hat es der Markt Hohenburg mit viel Zeitaufwand und Diplomatie geschafft, das Kleinbürgerhaus am Marktplatz in den Bestand der Gemeinde zu bekommen, um überhaupt handlungsfähig zu werden. Auf Drängen des Landesamtes für Denkmalpflege und der unteren Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt hat man schon vor Jahren für große Teile im rückwärtigen Bereich eine Notsicherung anbringen müssen. Doch auch dies brachte für die marode Substanz letztlich nichts mehr - weil sich niemand an eine Sanierung herantraute. Die Nachbarn waren regelmäßig im Rathaus, um auf den Zustand und die davon ausgehende Gefahr hinzuweisen. Auf Drängen des Marktes und von Bürgermeister Florian Junkes gab es nun in den vergangenen Wochen eine erneute Begehung mit der unteren Denkmalschutzbehörde beim Landratsamt und Friedrich Roskamp vom Landesamt für Denkmalpflege.

Fazit: Wegen der absoluten Baufälligkeit und der davon ausgehenden Gefahr für die Nachbarhäuser wird einem sofortigem Teilabbruch des rückwärtigen Gebäudeteils und einem Abriss des giebelseitigen Teils zugestimmt. Ein Neubau soll die entstehende Lücke wieder schließen.

Schon mal Chance vertan


Marktrat Sebastian Schärl wusste zu diesem Thema noch zu berichten, dass es vor gut 15 Jahren einen Hohenburger Kaufinteressenten gegeben habe. Dieser habe genau unter diesen Bedingungen Abriss und Neubau geplant: "Doch diese Chance haben wir damals nicht nutzen können - der ist jetzt weg."

Jetzt befürworteten die Räte einstimmig den Abriss in Verbindung mit einem Neubau.

Marktgemeinderat: Beim Breitband einen Schritt weiterMit einer Gegenstimme hat sich der Marktrat in Hohenburg für die Gründung der InAS (Infrastruktur Amberg-Sulzbach GmbH) ausgesprochen - mit Abschluss des entsprechenden Gesellschafter-Vertrags. Nächster Schritt ist dann die Ausschreibung für den Breitbandausbau in den angeschlossenen Gemeinden. Bis März 2016 sollen die Aufträge vergeben werden.

Marktrat Josef Gmach hatte zum Thema DSL vorgeschlagen, dass hier Marktrat Johann Seitz wegen seiner Sachkenntnis eingebunden werden sollte.

Der Riedener Bürgermeister Erwin Geitner und Ambergs Stadtwerke-Chef Dr. Stephan Prechtl sollen zu Geschäftsführern der Infrastruktur-GmbH bestellt werden.

Marktrat Markus Mitschke befürwortete die Unternehmensgründung. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass die Anschlussarbeiten im Markt Hohenburg schnell erledigt werden. Das Wasserwirtschaftsamt hat die Stauden im Bereich der Hohenburger Brücken zurückgeschnitten: Darüber informierte Bürgermeister Florian Junkes den Marktgemeinderat.

Den Baugesuchen von Ulrike Hirsch-Strobel und Günter Strobel zur Sanierung des ehemaligen Pfarrhofes in Allersburg sowie dem Neubau eines Nebengebäudes mit Heizung und eines Carports erteilten die Räte ihr Einverständnis. (bö)


Im BlickpunktEine gute Entwicklung hat der Markt Hohenburg mit der Fertigstellung von Einrichtungen für die Daseinsvorsorge seiner Bürger in diesem Jahr genommen: Zu diesem Fazit kam der Marktgemeinderat. Der eine oder andere Sonderwunsch konnte erfüllt werden. Aber man muss künftig sparsam wirtschaften, um die großen Herausforderungen der Flächengemeinde stemmen zu können. Für die konstruktive Arbeit dankte Bürgermeister Florian Junkes in der Jahresschluss-Sitzung des Gremiums den Räten, der Verwaltung, aber auch den Bürgern, die durch Bauarbeiten manche Einschränkung hinnehmen mussten. (bö)
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