Eine Sprenung kann wegen der Bebauung nicht durchgeführt werden
Die steinere Jungfrau kommt nicht zur Ruhe

Das Bild zeigt die Felsformation der Steineren Jungfrauf östlich von Allersburg zum Ende der fünfziger Jahre. Damals wurde beim Staatstraßenbau ein großes Stück Felsen gesprengt - damals war das noch möglich, weil sich keine Bebaujng in der Nähe befand.
Politik
Hohenburg
25.10.2016
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Das Bild zeigt die steinerne Jungfrau östlich von Allersburg Ende der 50er-Jahre. Damals wurde beim Staatstraßenbau ein großes Stück Felsen gesprengt: Zu dieser Zeit war das noch möglich, weil sich keine Bebauung in der Nähe befand. Bild: bö

Marktgemeinderat Alois Siegert hatte sich nach der Sanierung der Allersburger Brücke erkundigt. Dazu informierte Bürgermeister Florian Junkes, dass auf Fördermittel wegen einer einfacheren Bauweise verzichtet werden soll.

Nach Hinzuziehung eines Statikers wird es anhand der Kostenschätzung eine beschränkte Ausführung samt Vergabe durch den Marktgemeinderat in der Sitzung am Donnerstag, 24. November, geben.

Marktgemeinderat Josef Gmach wollte mehr zu den geplanten Grundstücksveränderungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BiMA) für einige Truppenübungsplatz-Randgemeinden rund um Hohenfels, darunter auch Hohenburg, wissen. Bürgermeister Junkes merkte dazu an, dass der Markt hier keinerlei Entscheidungsbefugnis habe.

Das betroffene Grundstück bei Allersburg sei bereits im Besitz der BiMA. Es gehe hier um eine Umwidmung einer etwa 2000 Quadratmeter großen Fläche in das Gebiet des Übungsplatzes Hohenfels.

Marktgemeinderat Hubert Hollweck schlug vor, einen Bewegungsparcours für Kinder und Senioren entlang der Uferpromenade anzulegen. Bis zu einer der nächsten Sitzungen will der Bürgermeister die Machbarkeit mit dem Wasserwirtschaftsamt abklären.

Den Kostenfaktor des Fremdwasseranteils in den Abwasserkanälen sprach Marktgemeinderat Johann Seitz an. Dazu wird es in einer der nächsten Sitzungen weitere Informationen geben.

Kritisiert wurde im Gremium der ungepflegte Zustand mancher Gräber im Hohenburger Friedhof: Die Verwaltung will sich darum kümmern.

Der Marktgemeinderat hatte über das Baugesuch der Dorfgemeinschaft Allersburg wegen der Nutzungsänderung zu entscheiden: Sie will aus dem Vereinsheim eine Gaststätte mit 35 Sitzplätzen machen. Dazu gab es keine Gegenstimme. Auch im Rathaus steht man hinter diesem Projekt der Dorfgemeinschaft.

Zum Thema Großtagespflege beschlossen die Hohenburger, dass für das Kindergartenjahr 2016/2017 die Mietkosten in Höhe von 120 Euro übernommen werden. Dazu kommt ein monatlicher Zuschuss für jedes Kind in Höhe von 30 Euro bei fünf Tagen Betreuung. Bei anteiliger Buchung erfolgt auch eine anteilige Bezuschussung, lautete der Beschluss dazu. (bö)

Die steinerne Jungfrau kommt nicht zur Ruhe. Jetzt sorgte sie für eine längere Diskussion im Marktgemeinderat. Schon wieder. Denn eigentlich war die Sicherung der Felsformation schon geklärt. Auch daran ändert sich nichts: Eine Sprengung ist nicht möglich.

(bö) Die bereits angelaufene Felsensicherung östlich von Allersburg ließ im Marktgemeinderat erneut viele Fragen aufkommen. Bürgermeister Florian Junkes verwies auf die abrechnungstechnische Aufteilung der Maßnahme.

Grundlage dazu sei die abgeschlossene Vorfinanzierungs-Vereinbarung mit dem Freistaat, vertreten durch das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, und dem Markt Hohenburg vom Juli dieses Jahres: "Darin ist auch die Handhabe und die Auftragsvergabe durch das Straßenbauamt eindeutig geregelt", antwortete Junkes auf verschiedene Anfragen aus dem Plenum.

Er erinnerte nochmals daran, dass die Basis für die Sicherung des Massivs der Steinernen Jungfrau ein Experten-Gutachten des Straßenbauamts gewesen sei. Junkes erläuterte zum wiederholten Mal die Notwendigkeit der Absicherung mit Fangzäunen: Eine Sprengung sei aus Sicherheitsgründen, wegen der Bebauung in diesem Bereich, schlichtweg nicht möglich.

2. Bürgermeister Manfred Braun verwies in der Diskussion auf die unterzeichnete Vorfinanzierungsvereinbarung des Marktes mit dem Straßenbauamt und die damit verbundene Komplettabwicklung der Felssicherung durch das Amt. Im Protokoll vom 21. Juli ist nachzulesen: "Wirtschaftlichere Lösungen oder günstigere Maßnahmen wurden geprüft, eine Felsräumung oder Sprengung im Bereich der Wohnhäuser ist aber nicht möglich. Hier ist eine Sicherung mittels eines Fangnetzes/Zaunbaues mit fünf Metern Höhe und entsprechender Stärke und Verankerung vorgesehen."

BürgerversammlungWie Bürgermeister Florian Junkes im Gemeinderat informierte, finden die Bürgerversammlungen am Dienstag, 15. November, im Schützenheim in Ransbach, am Mittwoch, 16. November, im Musikstadl der Trachtenkapelle in Hohenburg und am Donnerstag, 17. November, im Gasthaus Reis in Mendorferbuch statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. (bö)


Eine Felsräumung oder Sprengung im Bereich der Wohnhäuser ist nicht möglich.Aus dem Protokoll zur Felssicherung bei Allersburg
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