Hohenburg steckt in der Klemme
Diese Jungfrau ist gefährlich

Die Steinerne Jungfrau zwischen Allersburg und Hohenburg ist in die Jahre gekommen. Die Sicherung des Felsmassivs bereitet dem Markt große Probleme: Sie kostet sehr viel Geld. Bild: bö
Politik
Hohenburg
31.03.2016
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Ihre Jungfrau bereitet den Hohenburgern Kopfzerbrechen. Und das nicht zum ersten Mal. Ihre Falten sind das Problem: Sie könnten richtig gefährlich werden. Und das nötige Lifting ist eine ziemlich teuere Operation.

Die steinerne Jungfrau und der alte Mann sind zwei markante Felsformationen zwischen Hohenburg und Allersburg. Beide wurden in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts schon einmal gesichert - trotz heftiger Proteste aus der Allersburger Bürgerschaft.

Angst vor Steinschlag


Jetzt steht man wieder vor dem gleichen Problem: Die Steinerne Jungfrau ist weiter in die Jahre gekommen. Sie hat Falten und Risse bekommen. Deshalb fürchtet das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach, dass sich hier Gesteinsbrocken lösen könnten. Darauf hat die Behörde den Markt nach einer Überprüfung hingewiesen. Steinschlag kann hier, nahe am Ortsausgang von Allersburg in Richtung Hohenburg, gefährlich werden - denn unmittelbar unterhalb der Felsformation verläuft die Staatsstraße 2235. Eine Felssicherung wäre eine Lösung: Doch die könnte für den Markt Hohenburg als Grundstückseigentümer eine teure Angelegenheit werden.

Enormer Eigenanteil


Eine erste Kostenschätzung bezifferte das Staatliche Bauamt auf etwa 470 000 Euro. Vonseiten der Behörde könne Hohenburg lediglich eine Zuwendung in Höhe von 22,5 Prozent erwarten, informierte Bürgermeister Florian Junkes die Mitglieder des Marktgemeinderates. Wegen des enormen Eigenanteils und auch in Anbetracht seiner hohen Gesamtverschuldung hat sich Hohenburg bereits an Staatssekretär Albert Füracker (CSU) mit der Bitte um Unterstützung gewandt.

Wie geht es weiter mit der Sicherung der Steinernen Jungfrau? Der Marktrat will darüber bei einer Besichtigung diskutieren. Das Bauamt hat bereits mitgeteilt, dass der Markt als Grundstückseigentümer die Kosten der Sicherung tragen muss. Die Zuwendung der Behörde würde auf freiwilliger Basis erfolgen - ohne die Anerkennung einer Rechtspflicht. Sollte es bei diesem Thema zu keiner Einigung kommen, könnte das Straßenbauamt sogar einen Leistungsbescheid erlassen oder eine Leistungsklage erheben, hieß es in der Information an den Marktrat.
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