Hohenburger Marktrat beschließt Erweiterung
Mehr Platz für den Klärschlamm

Die Klärschlammtrocknungsanlage im Industriepark Hohenburg auf dem Aichaberg wird erweitert: Der Marktrat gab dafür jetzt grünes Licht. Bild: bö
Politik
Hohenburg
23.12.2015
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In seiner letzten Sitzung des Jahres beschäftigte sich der Marktrat noch einmal mit einem sensiblen Thema. Es ging um Klärschlamm.

Im Zuge der Erweiterung der Klärschlamm-Trocknung und Erhöhung der Kapazität im Gewerbegebiet Aichaberg lag dem Gemeindeparlament ein Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung vor. Konkret geht es um Bau und Betrieb einer zusätzlichen Trocknungsanlage und eines 40 Kubikmeter fassenden Dieseltanks. Die bisherige Lagerhalle Nr. 23 wird künftig zum Abdampfen von getrocknetem Klärschlamm verwendet.

Bürgermeister Florian Junkes zitierte dazu aus dem Schreiben der Immissionsschutzbehörde beim Landratsamt. Diese kommt zu dem Schluss, dass sich die diffusen Geruchsemissionen im praktischen Betrieb zwar erhöhen werden. Die zulässigen Geruchsstunden für Gewerbe- und Industriegebiete würden aber trotzdem deutlich unterschritten. Nach längerer Diskussion erteilte die Rats-Mehrheit (drei Gegenstimmen) ihr Einvernehmen für die Erweiterung.

Im Ortsteil Ransbach wird auf Beschluss des Marktrates der Kirchensteig, ein Teil der Ortsstraße Nr. 6, im Bereich der Kirchstraße eingezogen. Einwendungen der Bevölkerung von Ransbach hatte es nicht gegeben.

Sorgen bereitet den Hohenburgern ein nicht ordnungsgemäß abgesicherter, ehemaliger Swimmingpool in der Nähe des Kalvarienberges auf Privatgrund: Hier gelangen immer wieder Wildtiere durch den defekten Zaun ins Gelände, wo sie jämmerlich zugrunde gehen, weil sie nicht mehr aus dem ehemaligen Schwimmbecken herauskommen. Man fürchtet, es könnte auch noch Schlimmeres passieren. Bürgermeister Florian Junkes wird nun wegen einer ordnungsgemäßen Absicherung das Landratsamt einschalten.

Marktrat Sebastian Schärl erinnerte an die Umstellung der Straßenbeleuchtungsanlage im Industriepark Hohenburg auf LED-Technik. Ein erstes Kostenangebot kommt auf 22 000 Euro. Es soll aber zuerst mit beitragspflichtigen Grundstückseigentümern gesprochen werden.

Der Neujahrsempfang des Marktes Hohenburg findet am Freitag, 1. Januar, um 18 Uhr im Musikstadl der Trachtenkapelle statt. Einladungen werden nicht verschickt: "Jeder ist willkommen", merkte Bürgermeister Florian Junkes an.
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