Neujahrsempfang in Hohenburg
Appell an Bürger: Anliegen auch ansprechen

Den Auftakt der Neujahrsempfänge machte bereits am Neujahrstag der Markt Hohenburg. Bürgermeister Florian Junkes ließ dabei das kulturelle und gesellschaftliche Leben Revue passieren, gab aber auch schon einen kleinen Ausblick auf bevorstehende Aktivitäten. Bild: bö
Politik
Hohenburg
05.01.2016
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Schriftlich eingeladen worden war niemand. Trotzdem drängten sich die Gäste im Steinstadl beim Neujahrsempfang des Marktes Hohenburg.

Es sind die kleinen Dinge, die das gesellschaftliche Leben einer Gemeinde prägen. Einige davon listete Bürgermeister Florian Junkes beim Neujahrsempfang am ersten Tag des neuen Jahres im Steinstadl der Trachtenkapelle auf. Das Bläserquartett der Trachtenkapelle gestaltete den Empfang musikalisch.

Den Bürgern verpflichtet


Neujahrsempfang - ja oder nein? Für Junkes gab es nach seiner Wahl zum Bürgermeister als Antwort auf diese Frage nur ein eindeutiges Ja. Nicht nur wegen des "Homma scho allerweil so gmacht und des is a schaine Sach", sondern auch als Verpflichtung den Bürgern gegenüber. Schließlich waren im vergangenen Jahr 276 Gäste gekommen. Das war heuer ähnlich - obwohl keine Einladungen verschickt worden waren. Junkes nutzte den feierlichen Rahmen, um "allen für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr" zu danken. Sein Appell an die Gäste lautete: "Sprechen Sie mich, meine Stellvertreter und die Mitglieder des Marktrates an, wenn Sie ein Anliegen haben. Denn nur, wenn wir Ihre Beweggründe kennen, können wir das in unseren Entscheidungen mit einfließen lassen." Der Gemeindechef erinnert an einiges von dem, was den Markt im vergangenen Jahr bewegt und geprägt hat. Eine vom Jugendbeauftragten Moritz Kölbl organisierte und vom Revierförster Armin Armbruster geleitete Wanderung im Truppenübungsplatz Hohenfels habe den Menschen die Geschichte ihrer Heimat nahe gebracht. Für die Schule seien elf neue Rechner durch Sponsoring heimischer Betriebe angeschafft worden. Zu den herausragenden Ereignissen gehörten die Errichtung der Kunstwanderstation "Flüsternde Winde" an der Uferpromenade und der Besuch von Umweltministerin Ulrike Scharf bei Rudi Leitls Fledermäusen.

Schuhbeck und Vampire


"Herausgreifen möchte ich auch den Aufstieg des TuS Hohenburg, das hervorragende Abschneiden unserer Trachtenkapelle beim Wertungsspiel des Nordbayerischen Musikbundes im Bereich der Mittelstufe und das Zusammenwachsen mit dem Vampire-Team der US Army als Zeichen einer aktiven Partnerschaft." Mit Starkoch Alfons Schuhbeck hätten die Damen des Frauenbundes beim "Dahoam is dahoam"-Apfelmarkt in Lansing einen Bewunderer des Hohenburger Fledermausstrudels gewonnen.

Das bringt das neue Jahr in HohenburgAls Mitgesellschafter der Infrastruktur GmbH Amberg-Sulzbach (INAS) packt Hohenburg im nächsten Jahr den flächendeckenden Breitbandausbau an. Erfreulich nannte Bürgermeister Florian Junkes die schnelle Erschließung des Wohngebietes Schleicherberg Ost. Einige der Bauparzellen seien bereits verkauft und das erste Haus gebaut.

In den ersten Monaten des neuen Jahres geht es darum, einen genehmigungsfähigen Haushalt für 2016 aufzustellen. "Die Pro-Kopf-Verschuldung konnte im Jahr 2015 um 122 Euro gesenkt werden", betonte der Bürgermeister. Als Devise gab er aus: "Es gilt, unsere Gemeinde attraktiv zu halten und, wenn sich Chancen auftun, diese zu nutzen, um auch in Zukunft gut aufgestellt und vorbereitet zu sein."

Von einem Umdenken der Denkmalschützer könnten die Hohenburger profitieren, sagte Junkes. Für die erste Phase der Marktplatzsanierung werde ein kommunales Denkmalschutzkonzept ausgearbeitet. Zum ehemaligen Schmidt- Anwesen laufe ein Vorprojekt an. Auch mit der Entscheidung zum ehemaligen Firad-Anwesen sei man zufrieden: Nach langen Verhandlungen mit der Denkmalschutzbehörde sei jetzt ein Abriss samt Wiederherstellung der Fassade möglich.

"Da gäbe es noch 100 andere Dinge, die wir anpacken wollen und müssen - wobei es immer zu beachten gilt, dass wir nicht in 23 Ortsteilen denken, sondern uns als eine Gemeinde verstehen, denn nur so werden wir uns auch 2016 positiv weiter entwickeln", machte Junkes deutlich. (bö)
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