150 Oldtimer und Walter Röhrl machen Station in Hohenburg
Einer schöner als der andere

Eines von vielen Schmuckstücken im Tross: ein rechtsgelenkter Healy Silverstone, Baujahr 1950 mit 95 PS.
Vermischtes
Hohenburg
27.06.2016
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Ausnahmezustand in Hohenburg: Gut 150 Oldtimer machten hier am Sonntag bei der 13. Regensburger Classic Rallye des Automobilclub Deuerling im ADAC Station. Die Fahrer waren in der südlichen Oberpfalz unterwegs und absolvierten in Hohenburg eine Gleichmäßigkeitsprüfung.

Regensburg war Start und Ziel der Rallye, die über Beratzhausen und Breitenbrunn nach Neumarkt führte. Mit dabei war Fahrer-Legende Walter Röhrl, der es mit seinem Beifahrer Wilhelm Schreiber aber ruhig angehen ließ: Spitzengeschwindigkeiten sind bei einer Classic Rallye nicht gefragt.

Die gut 20 Kilometer lange Gleichmäßigkeitsprüfung führte von Hohenburg nach Adertshausen, Allertshofen und wieder zurück. Wichtig war, die vorgegebenen Zeiten zwischen den einzelnen Messpunkten genau einzuhalten, denn für Zeitüber- oder -unterschreitungen gab es Strafpunkte. Das Soll von 17,30 Minuten war auch für die Teilnehmer zu schaffen, die weniger PS unter der Haube haben. Ganz Hohenburg und gefühlt der halbe südliche Landkreis waren auf den Beinen, als der Tross in der Gemeinde eintraf, vorneweg Walter Röhrl in einem roten Porsche 356 C, Baujahr 1964 und mit gerade einmal 150 PS. Autogrammwünsche erfüllte die Rallye-Legende geduldig, hatte auf jede Frage eine freundliche Antwort, denn Zeit hatte Röhrl in Hülle und Fülle, bevor er zur Gleichmäßigkeitsprüfung startete.

Ein alter ADAC-Straßenwacht-Käfer war ebenfalls dabei, zwei Winzlinge, ein Steyr Puch und ein Goggomobil 250 Coupé, aber auch hochkarätige Sportwagen wie Mercedes 190 und 300 SL, Porsche, Alfa Romeo, gut 70 Jahre alte Roadster oder Cabriolets von Maybach, BMW, Mercedes oder Rolls Royce - alle trotz ihres Alters von 50 Jahren und mehr top in Schuss, als kämen sie gerade vom Fließband. Wer sich für Oldtimer begeistern konnte, kam am Sonntag in Hohenburg voll auf seine Kosten, denn diese Raritäten stehen sonst nur im Automobil-Museum oder gut behütet in der Garage.

Gut drei Stunden lang gab es fast kein Durchkommen im Hohenburg. Dann war der letzten Teilnehmer der Classic Rallye abgefertigt und unterwegs zum nächsten Stopp in Kallmünz.
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