Ab Montag wieder freie Fahrt zwischen Hohenburg und Allersburg
Die Jungfrau ist gesichert

Die Sicherung der Steinernen Jungfrau bei Allersburg ist abgeschlossen. Ab Montag kann die Straße wieder frei befahren werden. Darüber freuen sich (von links) Bürgermeister Florian Junkes sowie Bauingenieur Jakob Schöttl und Bauoberrat Stefan Noll vom Straßenbauamt Amberg-Sulzbach. Bild: bö
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Hohenburg
26.11.2016
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Da freut sich die Steinerne Jungfrau. Bei ihr passt es jetzt wieder. Und so können die Umleitungsschilder im Lauterachtal abgebaut werden.

Allersburg. "Im Laufe des nächsten Montags wird die Staatsstraße 2235 zwischen Hohenburg und Allersburg für den Verkehr freigegeben": Diese frohe Botschaft verkündeten Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach und Bürgermeister Florian Junkes beim Jour fixe am Fuße der Jungfrau. Die am 10. Oktober begonnene Felssicherung steht also vor ihrem erfolgreichen Abschluss. Lediglich kleinere Restarbeiten sind in der kommenden Woche noch zu erledigen.

Wie Noll sagte, seien die kalkulierte Bauzeit eingehalten und der veranschlagte Kostenrahmen von rund 450 000 Euro nicht überschritten worden. Froh über den Abschluss zeigte sich auch Bürgermeister Junkes, der als einer der ersten die Baustelle durchfahren durfte. "Dankbar bin ich dem Straßenbauamt für die angenehme Zusammenarbeit bei der Sicherungsmaßnahme", merkte er vor Ort an.

Sofort Vollsperrung


Bei einer Begehung mit einem Sachverständigen Anfang Juli war festgestellt worden, dass von der Felsformation Gefahr ausgeht und sich Blöcke oder Steinteile jederzeit lösen und auf die Staatsstraße 2235 stürzen könnten. Sofort wurde eine Vollsperrung des betroffenen Abschnittes östlich von Allersburg angeordnet.

Nach einer sehr kurzen Planungs- und Ausschreibungsphase startete die Felssicherung. Eine österreichische Spezialfirma rückte an und machte sich an die Arbeit. Ein kostengünstigeres Absprengen scheiterte aufgrund der Nähe zur Bebauung. Zum Einsatz kam ein besonders geländegängiger und für derartige Steilhänge geeigneter Schreitbagger. Die Steinschlag-Schutzzäune wurden von einem Unternehmen aus der Schweiz geliefert. Nachdem alle erforderlichen Bodenplatten und Abspanneinrichtungen eingebaut waren, hob Anfang November ein großer Autokran die Bauteile der Zäune in den Hang ein. Abweichend von vorangegangenen Überlegungen, konnte auf einen Lastenhubschraubers verzichtet werden. Da oberhalb der Schutzzäune einige gefährdete Felspartien enorme Blockgrößen aufwiesen, wurden Einzelsicherungen nötig.

Hohenburg in der Pflicht


Die Kosten von 450 000 Euro trägt im Wesentlichen die Marktgemeinde Hohenburg als Eigentümerin des Hanges. Der Freistaat als Baulastträger der Staatsstraße beteiligt sich anteilig und finanziert vorerst die Maßnahme vor, die ausschließlich dem Schutz der Straße dient.
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