Army investiert in Hochwasserschutz
Ein Stück Sicherheit für Hohenburg

Zu einem Jour fixe trafen sich Bürgermeister Florian Junkes, Dr. Albert Böhm von der US- Umweltabteilung, Roland Sydow, Theo Fochtner, Polier vor Ort Raimund Schmid von der Firma Klebel und Forstbetriebsleiter Armin Armbruster an der Baustelle. Bilder: bö (2)
Vermischtes
Hohenburg
17.09.2016
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Gut abgesichert ist der Bereich von Hohenburg mit Regenüberlaufbecken am Rand des Truppenübungsplatzes zur Lauterach hin.

Wieder ein Stück mehr Sicherheit für Hohenburg und das Lauterachtal: An der Zufahrt zum Truppenübungsplatz im Straßenbereich Keissing und Weihermühle, gleich beim Wertstoffhof, hat die US-Umweltabteilung die Entwässerung erneuert.

(bö) Die alte Rückhaltemaßnahme sei nicht mehr funktionsfähig gewesen, erläuterte Dr. Albert Böhm aus Hohenfels: Bei jedem stärkeren Regen sei das Wasser in die Ortschaft gelaufen und dabei der Schotterweg immer wieder ausgespült worden.

Durchfahrt war verengt


Der Schotter sei auf den Asphaltstraßen liegengeblieben und habe teilweise auch die Straßeneinläufe verstopft. Außerdem seien die Büsche und Bäume immer weiter in die Straße gewachsen: Dadurch wurde nach Böhms Worten die Durchfahrt immer enger. Jetzt wurden Büsche entfernt, Bäume und lange Äste entlang des Schotterwegs und der neuen Sickerbecken zurückgeschnitten. Die Bankette wurden abgetragen und seitliche Abläufe nach außen hergestellt. Die Böschungen wurden für neue Sickermulden und kleinere Becken neu profiliert. Hangseitig hat man einen neuen Entwässerungsgraben hergestellt und mehrere kleinere Regenrückhalte- und Sickerbecken angelegt: Damit soll das Wasser bereits entlang des Weges zurückgehalten werden. Kleine Staudämme (Swells) wurden eingebaut, damit der Wasserlauf gedrosselt und eine Ausspülung verhindert wird.

An Kanal angebunden


Am Ende des Truppenübungsplatzes wurde quer zum kompletten Schotterweg und zu den Banketten eine neue Betonschlitzrinne eingebaut und an den Oberflächenkanal des Marktes Hohenburg angebunden, damit kein Wasser mehr in die Ortschaft laufen kann. Dazu gehörte auch die Auflockerung des etwa 500 Meter langen Schotterwegs mit neuem, planierten und verdichtetem Mineralbeton. Die Gräben wurden teilweise mit Humus angedeckt und angesät. Alle Arbeiten wurden abgestimmt mit dem Markt Hohenburg, dem Forstamt und der Umweltabteilung der US Army in Hohenfels.

Wertvolle Hilfe habe die Umweltabteilung von Forstbetriebsleiter Armin Armbruster aus dem Bereich Hohenburg bei der Konzipierung, Planung und Ausführung erhalten, betonte Dr. Albert Böhm. Die Maßnahme wurde von der US Garrison Hohenfels mit der Abteilung "Integrated Training Area Management/ITAM" initiiert und geplant.

Zehn Millionen Euro für den HochwasserschutzEtwa zehn Millionen Euro hat die US Army im Bereich des Truppenübungsplatzes Hohenfels in den Hochwasserschutz investiert. Mit Erosionsschutz-Projekten werden permanent die Reliefenergie verkleinert und die Hanglagen verkürzt. Das Oberflächenwasser wird in den Regenrückhaltebecken gesammelt und geordnet abgeleitet. Dafür werden Holzverbauungen, Steindämme, Regenrückhaltebecken, Auffangbecken sowie befahrbare Erdwälle und Kreuzungen installiert.

Eine laufende Überwachung, das Räumen verschlammter Rückhaltebecken und ständige Verbesserungen stehen bei der Umweltabteilung der Streitkräfte auf der Tagesordnung. Für den Bereich zum Vils- und Lauterachtal haben die Amerikaner in den vergangenen Jahrezehnten 90 Rückhaltemöglichkeiten gebaut und betreut.

Wie Dr. Albert Böhm informierte, gibt es im allein Bereich von Ransbach 29 Auffangbecken mit etwa 42 000 Kubikmetern Fassungsvermögen. Gut abgesichert ist auch die Gegend von Adertshausen mit 24 Rückhalteanlagen (mehr als 55 000 Kubikmeter). Im Bereich von Schmidmühlen und Emhof sind es 17 Becken mit etwa 17 000 Kubikmetern. Dazu kommt im östlichen Teil des Übungsplatzes das Hauntal mit dem gleichnamigen Damm, dessen Fassungsvermögen allein schon wegen der Größe seines Einzugsgebietes auf gut 75 000 Kubikmeter ausgelegt ist. (bö)
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