Brandschutzwoche: Übung in Ransbach
Inferno im Häuserlabyrinth

Auch die Ransbacher Feuerwehrfrauen standen ihren Mann.
Vermischtes
Hohenburg
22.10.2016
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Für die Feuerwehr eine knifflige Aufgabe: Ein Bauernhof steht in Flammen - mitten im engen Häuserlabyrinth im Dorf. Und mehrere Menschen werden vermisst.

Ransbach. (bö) Dieses Szenario hatte sich der Ransbacher Kommandant Andreas Bruckmüller mit seinem Organisationsstab ausgedacht: Die Feuerwehren aus dem Marktgemeindebereich von Hohenburg und ihre Kameraden aus Utzenhofen und Velburg mussten diese Übung in der Brandschutzwoche meistern.

Mehrere Vermisste


"Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Ransbach" hatte es in der Alarmierung über die Leitstelle in Amberg geheißen. Mehrere Personen, die zum Unfallzeitpunkt in der Maschinenhalle Reparaturen erledigt hatten, galten als vermisst. Gut zehn Minuten brauchen die Kräfte aus Adertshausen, Mendorferbuch und Hohenburg zum Einsatzort: Grund dafür war die Sperrung der Staatsstraße 2235 im Bereich von Allersburg. Die Ransbacher waren schneller. Ihre Aufgabe war es, eine rasche Wasserversorgung aus dem Weihermühlbach zur Brandstelle, auf halber Höhe zum Kirchberg, aufzubauen.

Die Enge im Dorf


Im Minutentakt rückten die Aktiven aus Allersburg-Berghausen, Utzenhofen, Adertshausen, Hohenburg, Mendorferbuch und die Ersthelfergruppe Hirschwald nach. Aus Velburg war wegen der Enge in der Dorfstraße die FFW aus dem Nachbarlandkreis Neumarkt mit ihrer Drehleiter angefordert: Sie sollte um Hilfe rufende Menschen aus dem zweiten Stock des Wohnhauses über einen Balkon in Sicherheit bringen, um dann mit ihrem Löschangriff zur Sicherung der eng aneinander stehenden Gebäude zu beginnen.

Atemschutzträgertrupps aus Hohenburg, Adertshausen, Utzenhofen und Velburg suchten in der verqualmten Lagerhalle nach Vermissten. Drei Wehren sorgten für genügend Löschwasser. Eine schwierige Aufgabe war es für den Ransbacher Kommandanten Andreas Bruckmüller und sein Team, die nachrückenden Einsatzfahrzeuge durch die engen Straßen zu lotsen. Dies bescheinigte ihnen auch Kreisbrandinspektor Hubert Blödt, der mit den Kreisbrandmeistern Alexander Graf und Helmut Braun als Übungs-Beobachter dabei war.

60 Wehrleute im Einsatz


Im Hof eines Nachbaranwesens betreute das Ersthelferteam Hirschwald die Verletzten. Insgesamt waren 60 Feuerwehrleute beteiligt. Wie Blödt bilanzierte, sei diese Übung keine leichte Aufgabe gewesen. Es habe sich gezeigt, "wie wichtig das ständige Training der Löschgruppen ist" und dass man damit eine gute Basis für gemeinsame Einsätze habe.
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