Der Wille, der Zusammenhalt und die Schaffenskraft der Bürger waren entscheidend
Dorf erfüllt sich einen Wunsch

Das neue Dorfhaus in Allersburg ist ein tolles Stück Gemeinschaft. Dies würdigten Bürgermeister Florian Junkes, Stellvertr. Landrat Franz Birkl, Mesner Georg Geitner, Prälat Johannes Neumüller, Dorfgemeinschaftsvorsitzender und Marktrat Alois Siegert und Pfarrer Hans Jürgen Zeitler. (von links)
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Hohenburg
28.07.2016
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Das neue Dorfhaus ist, zusammen mit dem Dorfstadl und dem Kinderspielplatz, der neue Mittelpunkt in Allersburg. Bilder: bö (2)

Mit viel Eigenregie und Courage haben sich die Allersburger einen großen Wunsch erfüllt: Ihr neues Dorfhaus ist für sie ein Stück Selbstständigkeit und Lebensmittelpunkt.

Allersburg. (bö) Zur Einweihung feierten die Lauterachtaler einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael mit Domkapitular Prälat Johannes Neumüller aus Regensburg und Pfarrer Hans Jürgen Zeitler aus Hohenburg. Dass für ein solches Projekt der Zusammenhalt in Pfarrei und Dorfgemeinschaft passen muss, stellte Domkapitular Neumüller heraus. Mit dem Dorfhaus habe auch die Pfarrei einen neuen Mittelpunkt für ihr gesellschaftliches Leben bekommen.

2009 ohne Wirtshaus


Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Marktrat Alois Siegert, erinnerte daran, dass sich die Allersburger schon 2009, nach der Schließung der Dorfwirtshäuser, Gedanken über neue Gesellschaftsräume gemacht haben. Er lobte das Zusammenwirken vieler Helfer und Spender. Ohne die beiden ortsansässigen Bauunternehmen Josef Weigert und Manfred Braun wäre der Bau nicht machbar gewesen. Beide hätten Maschinen, Baufahrzeuge und auch Arbeiter unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Ein Glücksfall sei Bernhard Neisberger gewesen: "Was er geplant, besorgt und gearbeitet hat, ist unvorstellbar." Siegert nannte auch den Namen von Hans Neisberger: "Ich weiß nicht, wie oft er von München nach Allersburg gekommen ist, um die Elektroinstallation zu bauen. Dazu kommen Konrad Meier als Zimmerermeister, Matthias Niebler als Fachmann für Wasser und Installation und Norbert Berger als Magaziner und Lagerist." Fleißige Helfer hätten mehrere Hundert Stunden Arbeitsleistung eingebracht. So habe man "eigentlich nur Geld für das Material" benötigt, bilanzierte Siegert. Bürgermeister Florian Junkes betonte, die Allersburger könnten stolz auf dieses selbst geschaffene Stück Dorfidentität sein - ein "toller Treffpunkt für Jung und Alt".

Bürgermeister ist stolz


Wo Menschen zusammenkämen, werde miteinander gesprochen und vieles auf den Weg gebracht: "Ich bin stolz auf die Allersburger, die dieses Bauwerk aus ihrer Mitte heraus gestemmt haben. Nutzt die Möglichkeiten zum Wohl für eure Gemeinschaft!" Stellvertretender Landrat Franz Birkl sprach von einem "Stück wertvollster Dorfgemeinschaft".

Ein Blick zurück2009 hatte der Dorfvorstand zuerst den Gedanken, die ehemalige Schule als Vereinsheim zu nutzen. Damals erwog die Kirchenverwaltung den Bau eines Pfarrheims. Ein Jahr später war dann die Anpachtung des Dorfwirtshauses ein Thema. Bei der Generalversammlung 2012 stellte Josef Weigert den Allersburgern einen Entwurf für einen Vereinsheim-Anbau an den bestehenden Dorfstadl vor. Im Dezember wurde der Bauplan eingereicht. Die genehmigten Unterlagen kamen am 18. März 2013 aus dem Landratsamt zurück. Fraglich war allerdings: Wie sollten die Allersburger dieses Projekt finanziell stemmen? Alleine hätten sie dies nicht geschafft. Im Frühjahr 2014 genehmigte das Bistum Regensburg dann eine Förderung von 30 000 Euro. Obst- und Gartenbauverein, Landjugend, Feuerwehr und nicht zuletzt die Kirwaleit beteiligten sich nach ihren Möglichkeiten. Spatenstich war daraufhin am 17. Mai 2014. Jetzt, zwei Jahre später, wurde Einweihung gefeiert. (bö)
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