Energieschule Hohenburg
Powerklauern auf der Spur

Die Lauterachtal-Grundschule Hohenburg darf sich jetzt Energieschule nennen. Die Auszeichnung überreichte Landrat Richard Reisinger an Schulleiterin Andrea Meier. Hinten, von links: Schulamtsdirektor Heinrich Koch, Schulleiterin Andrea Meier, Landrat Richard Reisinger, Projektleiter Manfred Klemm, Bürgermeister Florian Junkes und Klimaschutzkoordinatorin Katharina List.
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Hohenburg
07.07.2016
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Ein Referat zum Thema Nutzung der Wasserkraft hatten Christian Kiebel und Sebastian Höllriegl (rechts) aus der 2. und 3. Klasse vorbereitet.

Darauf ist man stolz an der Lauterachtal-Grundschule. Bei einem Festakt gab's von Landrat Richard Reisinger die Zertifizierung zur Energieschule. "Ihr seid die ersten, die diese hochwertige Auszeichnung zugesprochen bekommen", lobte er.

Neben der Urkunde hatte er auch die versprochenen Gutscheine für Eisessen in Amberg nicht vergessen. "Denn versprochen ist versprochen", meinte Reisinger. Schulleiterin Andrea Meier fasste die vielen Projekte der vergangenen drei Jahre zusammen, die zum Thema Energieeinsparung gelaufen sind. Namentlich nannte sie besonders Bürgermeister Florian Junkes, der selbst ein begeisterter Anhänger der Energiewende ist, und täglich mit seinem E-Bike zum Dienst ins Rathaus kommt.

Bei Erzieherin Sieglinde Siegert bedankte sich sie sich für die Gestaltung des Mottoplakates, das in Zusammenarbeit mit den Kindern der Schule entstand. "Mit dazu gehört in Hohenburg neben dem Lehrerkollegium natürlich auch Projektkoordinator Manfred Klemm und Katharina List als Klimaschutzkoordinatorin im Landkreis."

Vor gut drei Jahren war das Projekt Energieschule von der Lauterachtal- Grund- und der Krötensee-Mittelschule Sulzbach-Rosenberg auf den Weg gebracht worden. Durch Mentoren einer eigenen AG und des Agenda-Beirates des Kreistages, die das Projekt initiiert hatten, erhielten die Lehrer fachkundige Unterstützung im Energieunterricht.

Klimaschutz geht schließlich alle an, deshalb sollte das Thema im Zentrum der Bildungsarbeit stehen, meinte Manfred Klemm. Kinder und Jugendliche sollten möglichst früh Zusammenhänge des Energieverbrauchs erkennen, um damit verbunden Folgen für das Klima zu wissen. Dass dies in Hohenburg "vorzüglich gelungen" ist, darüber freue er sich als Leiter des Projekts.

Lob des Direktors


Im Landkreis gibt es bislang zehn Grund- und Mittelschulen, die sich an dieser Aktion, die mittlerweile zum Aufgabenbereich der Klimaschutzkoordinatorin Katharina List gehört, beteiligen. Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) unterstützt das Ganze organisatorisch.

Ein dickes Lob spendierte den Hohenburgern auch Schulamtsdirektor Heinrich Koch für ihre Energiespar-konzepte. Es sei keine Randnotiz, sondern eine immer wichtiger werdende Sache, mit der sich die Menschen künftig noch mehr befassen müssen. "Ich bedanke mich an dieser Stelle auch für die pädagogisch- schulische Energie, die dafür aufgewendet worden ist. Mit diesen Erkenntnissen und mit eurem Tun legt ihr den Grundstock für eure Zukunft", so der Schulamtsdirektor aus Amberg.

Die Module, mit denen sich die Kinder in den vergangenen drei Jahren auseinandergesetzt haben, reichen von der Nutzung der Sonnenenergie, Biomasse, Windkraft, Elektromobilität, Wasserkraft bis hin zu Energieeffizienz und Energiesparen. 13 Hohenburger Kinder bekamen als Anerkennung für ihren Einsatz die Ausweise als Energiespardetektive verliehen. Ihre Aufgabe wird es jetzt sein, die vielen kleinen Powerklauer ausfindig zu machen.

Mit zur Feier haben die Elternvertreter der Schule mit einem Büfett im Foyer beitragen.
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