Rettich geht's ans Kraut

Klaus Falk wurde nicht zum ersten Mal der Rettich-Schuhbeck von Hohenburg. Auf 2,5 Meter hat er seinen Rettich mit aufgezwirbelt. Magdalena Stauber, stellvertretende Vorsitzende des Gartenbauvereins, setzte das Maßband an. Bild: bö
Vermischtes
Hohenburg
08.02.2016
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Unter das Messer ist beim Krautkopfball der Hohenburger nur der Rettich gekommen. Diese Gaudi ist wahrlich kein Faschingsball der üblichen Machart.

Der Krautkopfball als uriges, geselliges Maschkerer-Treffen der Gartenbaufreunde und ihrer Anhängerschaft hat sich vor gut 40 Jahren etabliert - damals war es um das Faschingswesen etwas schlechter bestellt. Tradition ist, dass das Ereignis pünktlich um 13.13 Uhr beginnt. Heuer gab es eine Premiere: Mit von der Partie war eine Hohenburger Prinzengarde, die erst seit wenigen Wochen in Ausbildung steht, aber trotzdem der Hingucker des Tages war. Johann Wolfsteiner & Co haben die Sache in die Hand genommen, die fortgeschrieben werden soll. Steffi Bauer, die viele vom Kindergarten St. Jakobus in Hohenburg kennen, hatte sich als erfahrene Gardetänzerin bereit erklärt, die ersten Tanzschritte einzustudieren.

Ententanz und Polonaise


Prinz Leonhard I. hatte mit Tamina I. und Marlies I. gleich zwei Lieblichkeiten an seiner Seite zum großen Premierenauftritt mitgebracht. Es war ein frenetisch gefeierter Auftritt der Mädels aus der Kindergarde, die gleich nach ihrem Gardemarsch mit "Achy breaky Heart" von Billy Ray Cyrus zu ihrem Showtanz überleiteten und mit dem Ententanz zum Mitmachen animierten, ehe sie mit ihrem Stammhausmusikanten "Hias" bei der Polonaise die Löcher aus dem Käse fallen ließen.

Als besondere Attraktion war wie zur Gründerzeit der Faschingsgaudi vor 40 Jahren das Rettichzwirbeln zu sehen. Wer dann den längsten Rettich hat, darf sich mit Stolz als Hohenburger Faschingskönig des Tages bezeichnen. "Erst wenn der fein geschnittene Rettich eingeschnitten und gesalzen ist, darf er auseinandergezogen werden", sehen die Regularien vor. Nur auseinanderreißen darf das gute Stück nicht, erzählen Gartenbauchefin Monika Edenharder und ihre Stellvertreterin Magdalena Stauber. "Oft entscheiden da nur ein paar Zentimeter."

Klaus Falk ist nicht nur der Hohenburger Feuerwehrkommandant und Kirchenpfleger, sondern auch der Alfons Schuhbeck unter den Rettichschneidern. Als bester Rettichzwirbler brachte er es zusammen mit seinen fleißigen Bienen als Salzerinnen auf 2,50 Meter fein, sauber aufgezwirbelten Rettich. Johannes Reindl und seine Freunde von den Kirwaleuten brachten einen 1,90 Meter langen Rettich in die Wertung ein. Den dritten Platz belegte Mathilde Koller mit ihrem Team von den Lauterachtaler Fröschen.

Kann man ja noch lernen


Lediglich auf zwölf Zentimeter brachten es amerikanische Gäste. "Aber die können es ja noch lernen", meinte Monika Edenharder, als sie ihnen einen Trostpreis überreichte.
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