Serviceclub Amberg-Sulzbach spendet 500 Euro an Helfer vor Ort Hirschwald
Lions schütteln Kopf über spärliche staatliche Hilfe

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Hohenburg
25.08.2016
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"Wir unterstützen den Förderverein ,Helfer vor Ort' wirklich aus Überzeugung. Aber es ist für ein Land wie Deutschland eine Schande, dass ein lebenswichtiger Verein wie dieser ohne staatliche Hilfe auskommen muss." Diese Kritik übte der Lions-Club Amberg-Sulzbach, als er auch wegen dieser Situation der gleichnamigen Organisation in Hohenburg 500 Euro spendete.

Deren Vorsitzender Ulrich Hager nahm im Beisein seines Vertreters Andreas Bruckmüller und des Schatzmeisters Karl Schmidt die Gelegenheit wahr, die Helfer vor Ort Hirschwald vorzustellen. Gegründet im Januar 2014, könnten die derzeit vier ausgebildeten Kräfte lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten, bis Notarzt und Rettungswagen nach etwa 20-minütiger Fahrt aus Amberg an der Lauterach eintreffen. Bei einem Notruf alarmiere die Integrierte Leitstelle in Amberg zeitgleich die Hohenburger Ersthelfer.

Sie sind mit einem Notfallrucksack, einem Defibrilator, Beatmungsbeutel, medizinischem Sauerstoff und Funkmeldeempfänger ausgestattet. Die Anfahrtswege für die Hohenburger, die gute Ortskenntnisse haben, sind nach Hagers Worten kurz. Dadurch erhöhten sich die Chancen der Patienten bei akut auftretenden Notfällen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Durch seine Ausbildung ist das Quartett ferner in der Lage, schnell weitere Hilfsmittel, etwa den Rettungshubschrauber, nachzufordern.

Seit Mai verfügen die Hohenburger Ersthelfer des BRK über ein speziell für ihre Zwecke ausgestattetes Einsatzfahrzeug mit Allradantrieb, das schon über 30 Mal benutzt wurde. Für den Idealismus der Helfer vor Ort spreche die Tatsache, dass das BRK nur für eine Kraft die Basisausstattung zur Verfügung stellen könne, die laut Hager rund 1500 Euro kostet. Die Hohenburger hätten deshalb drei weitere Grundausstattungen selbst finanzieren müssen, was ebenso für Ausrüstungsergänzungen wie Piepser und laufende Kosten (Benzin) gelte. Das löste bei den Lions mit ihrem Präsidenten Michael Moser und Schatzmeister Hans Fürnkäs ungläubiges Kopfschütteln aus. Umso mehr freuten sich die Hohenburger über die von beiden überreichte Spende.
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