Staatsstraße 2235 bei Allersburg ab sofort abgeriegelt –
Vollsperre wegen gefährlicher Felsen

Weil es lebensgefährlich sein kann, die Staatsstraße 2235 östlich von Allersburg in Richtung Hohenburg zu passieren, wurde sie gestern auf vorerst unbestimmte Zeit komplett für den gesamten Verkehr gesperrt. Bild: Steinbacher
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Hohenburg
06.07.2016
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Amberg-Sulzbach. Die Brandmeldung kam am Mittwochnachmittag aus dem Sulzbacher Schloss, als das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach vermeldete, dass wegen drohenden Steinschlags und Felssturzes dringender Handlungsbedarf bestehe: "Die Staatsstraße 2235 wird östlich von Allersburg ab sofort für den gesamten Verkehr komplett gesperrt." Und Bauoberrat Stefan Noll machte die Dringlichkeit dieser Entscheidung unmissverständlich deutlich: "Es besteht Lebensgefahr!"

Nach Ortstermin


In einer von ihm versandten Mitteilung hieß es, dass seine Behörde innerhalb der gebotenen Überwachungspflichten erkannt habe, "dass von einem Anliegergrundstück östlich Allersburg potenzielle Gefährdungen durch Steinschlag- bzw. Felssturz für die Staatsstraße 2235 und des darauf befindlichen Verkehrs ausgehen können". Nach einem Ortstermin mit einem Sachverständigen sei man zu der Erkenntnis gelangt, "dass sich jederzeit und ohne Vorankündigung Felsblöcke oder -teile lösen und auf die St 2235 stürzen können".

Zugleich wurde mit der Vollsperrung die Umleitung über die Kreisstraßen AS 4, AS 28 und AS 2 (Hausen, Wollenzhofen, Mendorferbuch) eingerichtet und ausgeschildert. Das Bauamt bittet nun alle betroffenen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die auftretenden, jedoch unvermeidbaren Einschränkungen und Behinderungen. Um Gefährdungen auszuschließen, ersucht das Bauamt die Verkehrsteilnehmer, die Vollsperrung zu beachten und der Umleitung "strikt Folge zu leisten".

Die festgestellte Stein- und Felssturzgefahr habe natürliche Ursachen und sei auf Verwitterungsprozesse der hier anstehenden Jura-Felsformationen zurückzuführen. Über die Dauer der Umleitung ließen sich erst Aussagen treffen, wenn geklärt ist, wie schnell sich Sicherungsmaßnahmen realisieren lassen. Zudem müsse der Eigentümer des Hanggrundstücks die beabsichtigten Vorhaben auch dulden und akzeptieren.

Wegen der gebotenen Eile im Hinblick auf Vollsperrung und Umleitung werde die Vergabe der Sicherungsarbeiten allerdings bereits vorbereitet. Die Sicherung umfasse voraussichtlich neben der Felsabräumung zugänglicher und gefährdungsfreier Bereiche auch umfangreiche Steinschlagschutzzäune sowie Einzelsicherungen (zum Beispiel Vernagelungen von Großblöcken).

Sprengen nicht möglich


"Ein kostengünstigeres Absprengen von Felsen bzw. Felsteilen scheitert aufgrund der Nähe zur Bebauung. Die Höhe der Kosten der Sicherungsmaßnahmen wird gegenwärtig mit rund 500 000 Euro veranschlagt", endete die Mitteilung aus dem Bauamt.
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