TuS Hohenburg spürt demografischen Wandel
Alleine nicht mehr genügend Junge

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Hohenburg
02.04.2016
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Im Blickpunkt

Als Nachfolger für Trainer Roland Jobst konnte der TuS Michael Luber verpflichten. Wie Fußball-Spartenleiter Klaus Schindler anmerkte, war neben dem direkten Wiederaufstieg in die A-Klasse auch der Gewinn des Fair-Play-Pokals eine Auszeichnung für die Mannschaft.

Von 18 Spielen hat sie 17 mit einem Torverhältnis von 73:13 gewonnen - "ein Verdienst von Roland Jobst, der es verstanden hatte, unsere Mannschaft so gut einzustellen", meinte der Spartenleiter.

Jugendtrainer Alexander Härtl informierte darüber, dass neben der Mädchenmannschaft aus dem Bereich der E-Jugend 14 Kinder regelmäßig zum Trainieren kommen. "Mit den anderen Mannschaften sind wir auf der Suche nach einer Spielergemeinschaft mit Nachbarvereinen". Kinder zwischen 6 und 13 Jahren sind jederzeit zum Training willkommen, um eine Mannschaft zu halten.

Über die Vereinsfinanzen berichtete Kassenwart Markus Scharl. (bö)

Der demografische Wandel drückt mittlerweile auch auf die kleineren Sportvereine. Deutlich wurde dies bei der Mitgliederversammlung des TuS Hohenburg: Mannschaften, vor allem im Schüler- und Jugendbereich, müssen in den nächsten Jahren Spielgemeinschaften mit Nachbarvereinen eingehen, weil ihnen die Leute fehlen.

Dazu komme, dass manche Jungen schon attraktive Angebote erhalten und zu Nachbarvereinen abwandern, informierte Vorsitzender Christian Kiebel. "Das ist eine Erscheinung, die wir nicht nur alleine in Hohenburg haben", betonte Kiebel. Diese Entwicklung ziehe sich vielmehr querbeet durch alle Vereine, in denen Kinder und Jugendliche gefragt sind.

"In Hohenburg haben wir uns im vergangenen Jahr gut halten können", merkte der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht an: "Wir haben viel unternommen, um die Jugendarbeit attraktiv zu halten". Unter den 304 Mitglieder sind derzeit 55 bis 60 Kinder und Jugendliche, die an Training und Spielbetrieb teilnehmen. "Da haben wir uns gegenüber dem Vorjahr halten können, aber man spürt immer mehr die schwieriger werdende Situation." Etwa 45 Spieler kommen zum Training und können eingesetzt werden.

Auch gesellschaftlich habe der TuS gut punkten können. Anerkennung zollte Kiebel hier der SportheimMannschaft, die wichtige Arbeit leiste. Zusätzliche Veranstaltungen wie Krautkopfball, Preisschafkopf, die Zusammenkünfte der Senioren und das Starkbierfest mit Bruder Stefanus und seiner launigen Fastenpredigt "haben uns gut getan", meinte der Vorsitzende. Ihr Ziel, den Wiederaufstieg in die A-Klasse, hätten die TuS-Kicker erreicht. "Das Trainingslager hat sich sehr positiv auf das Zusammenwachsen unserer Mannschaft ausgewirkt", bilanzierte Kiebel.

Die große Baustelle auf dem TuS-Gelände war im vergangenen Jahr die Sanierung des Sportheimes (mit Einbau einer neuen Theke) und der Küche sowie Verbesserung der Außenanlagen. Sorgenkind des Vereins bleibt das brachliegende Tennisgelände. "Eine Nutzung als Eisbahn ist heuer wegen des schwachen Winters ins Wasser gefallen", merkte Christian Kiebel an: "Nach einer Lösung wird nach wie vor gesucht".

Simone Kramer wurde zum Platzkassier gewählt, Alexander Härtl und Alexander Lindner zu Jugendtrainern. Beisitzer sind Alexander Schaller, Konrad Dieling und Johannes Wolfsteiner. Für 25 Jahre Treue zum TuS wurden Silvia Lindner und Andrea Schutzbier geehrt, für 20 Jahre Stefan Semmler, für 30 Jahre Alexander Schaller und für 50 Jahre Xaver Wein und Josef Gmach.
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