Zwei Vereine planen eine gemeinsame Zukunft
Schützen-Fusion rückt näher

Vermischtes
Hohenburg
24.03.2016
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In Hohenburg rückt die Zusammenführung der zwei Schützenvereine, der KSK und Tellschützen sowie der Burgschützen, in greifbare Nähe: Beide sprechen sich für eine gemeinsame Zukunft aus.

Die Burgschützen hatten bereits bei ihrer Jahreshauptversammlung im Januar ihren Fusionsgedanken bekräftigt. Die KSK und Tellschützen haben in ihrer Zusammenkunft jetzt nachgezogen.

Bislang hat's gepasst


Wie Schützenmeister Josef Scharr anmerkte, hat die Zusammenarbeit bis jetzt immer gepasst: "Dass wir gut miteinander ausgekommen sind, zeigt auch, dass es in den vergangenen sechs Jahren keine Probleme bei der gemeinsamen Nutzung der Schießstände mit den Burgschützen gegeben hat." Seit 2010 schießen die Burgschützen auf den Ständen der KSK und Tellschützen. Damals war ihr Vereinslokal, der Goldene Schwan, anderweitig verpachtet worden. Gespräche zur gemeinsamen Zukunft der beiden Hohenburger Vereine sollen noch im ersten Halbjahr begonnen werden, berichteten die beiden Schützenmeister Josef Scharr (KSK und Tell) und Alfred Kürzinger (Burgschützen).

Eigentum des Freistaats


Der Gebäudeteil mit den Schießständen der KSK und Tellschützen gehört mittlerweile dem Freistaat. Das gesamte Anwesen steht in der Denkmalschutzliste, lautete die Information von Bürgermeister Florian Junkes an die Mitglieder.

Wie der neue Vereinsname lauten soll, darüber müsse man sich noch unterhalten, sagten Scharr und Kürzinger. Als KSK-Tell- und Burgschützen Hohenburg könnte man einen gemeinsamen Weg gehen, bei dem auch künftig noch an beide Vereine erinnert wird. Gemeinsames Ziel wären die Förderung der Jugend und die Teilnahme an den Rundenwettkämpfen im Gau.

Am 1. Februar 1875 wurde der Veteranen- und Kriegerverein in Hohenburg gegründet. Seine Fahne wurde 1887 geweiht. 1934 musste er sich dem Kyffhäuserbund anschließen und dessen Banner führen. Parallel dazu wurde am 25. November 1899 der Burschenverein Einigkeit gegründet, der am 20. September 1902 auch bezirksamtlich genehmigt wurde.

Infolge politischer und religiöser Unstimmigkeiten spaltete sich im Juni 1905 ein Teil der Mitglieder ab und bildete den katholischen Burschenverein Hohenburg, dessen Fahne 1906 beschafft wurde. Der Rest des Vereins "Einigkeit" sammelte sich am 1. September 1906 als Schützenverein Tell, der ausschließlich den Zimmerstutzenschießsport pflegte. Die im folgenden Jahr in der Taubstummenanstalt Zell (Mittelfranken) angefertigte Fahne wurde auch dort geweiht. Dem Verein wurde aber erst 1912 auf eine Beschwerde hin gestattet, sie bei Festen in die Kirche zu tragen.

Aus den Tell-Schützen sind durch die Aufnahme von Kriegsteilnehmern und Soldaten die KSK und Tellschützen geworden: So hat es der Hohenburger Heimatforscher Friedrich Spörer niedergeschrieben.

1968 wurden die Burgschützen auch mit Mitgliedern aus den KSK und Tellschützen heraus gegründet. Doch seit gut sechs Jahren ist eine Nutzung des Goldenen Schwans für den Schießbetrieb nicht mehr möglich. Jetzt versucht man, die beiden Schützenvereine wieder zusammenzubringen. Miteinander hätte man bis zu 180 Mitglieder. (bö)
Dass wir gut miteinander ausgekommen sind, zeigt auch, dass es in den vergangenen sechs Jahren keine Probleme bei der gemeinsamen Nutzung der Schießstände mit den Burgschützen gegeben hat.Schützenmeister Josef Scharr
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