60 Kilometer zu Fuß

Fleißige Pilger zeichneten (von rechts) Pfarrer Markus Priwratzky und Wallfahrtsführer Rudi Dürgner nach der Rückkehr aus Gößweinstein in der Pfarrkirche aus. Bild: no
Lokales
Illschwang
02.06.2015
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Nachts um 2 Uhr brechen die Wallfahrer auf. 16 Stunden lang sind sie auf den Beinen, unterbrochen von einigen Pausen. Ein erhebender Augenblick belohnt sie für die Mühen.

Eine Strecke von rund 60 Kilometern mit vielen Anstiegen bewältigten 62 Fußwallfahrer aus der katholischen Pfarrei Illschwang auf ihrem Weg nach Gößweinstein. Sie waren am Dreifaltigkeitssamstag 16 Stunden unterwegs, ehe das Ziel erreicht war.

Teilweise stammten die Fußwallfahrer auch aus umliegenden Pfarreien. Der älteste Teilnehmer mit über 75 Jahren war Georg Eichenseer aus Sulzbach-Rosenberg, der die gesamte Strecke zu Fuß ging. Es gab wieder einige Neulinge, die zum ersten Mal mit dabei waren. Die Gesamtorganisation der Fußwallfahrt lag in den Händen von Rudi Dürgner. Schützenhilfe leisteten Mitglieder der Reservistenkameradschaft Illschwang, die zu Mittag eine Schaschlikpfanne vorbereiteten. Die Schreinerei Hubert Englhard stellte ein Begleitfahrzeug zur Verfügung.

Aufgebrochen waren die Wallfahrer bereits um 2 Uhr, nachdem ihnen Pfarrer Markus Priwratzky den Pilgersegen gespendet hatte. Das Frühstück bekamen sie im Gasthaus Dorn in Kirchenreinbach serviert. Nachmittags gab es in Kirchenbirkig noch eine Kaffeepause.

Mittags stiegen dann 24 Gläubige am Schulplatz in den Bus nach Gößweinstein ein. Betty Wiesgickl kümmerte sich um diese Gruppe. Einige von ihnen legten die letzten 18 Kilometer gemeinsam mit den Fußwallfahrern zurück. Ein besonders erhebender Moment ist es für alle, wenn sie - musikalisch begleitet von der Blaskapelle Steinfeld - in die Basilika zum Festgottesdienst einziehen.

Mit Bussen ging es danach zurück nach Illschwang. Am Dreifaltigkeitsmarterl auf der Gaisloh wurden sie von den Fahnenabordnungen der Gemeinde begrüßt und in die Pfarrkirche geleitet. Pfarrer Priwratzky dankte allen Teilnehmern und lobte die gute Organisation.

Auch heuer gab es einige Ehrungen für langjährige Teilnahme an der Fußwallfahrt. Anneliese Schaller und Klaus Kirschner nahmen zum zehnten Mal teil, Monika Gleissner zum 20. Mal sowie Alois Bauer, Konrad Hochholzer und Leonhard Ibler schon zum 25. Mal. Ebenfalls geehrt wurde Betty Wiesgickl, die sich seit zehn Jahren um die Organisation der Buswallfahrt kümmert.
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