Gewalt Einhalt gebieten

Es ist wichtig, Kinder zu selbstbewussten, selbstständigen Menschen zu erziehen. Dazu gehört auch die rechtzeitige Aufklärung.
Lokales
Illschwang
30.01.2015
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Die Grundschule Illschwang nimmt sich des Themas Gewalt gegen Kinder an. Den ersten Schritt ging jetzt Klaus Inderst.

Viele Zuhörer fand der Vortrag "Wie schütze ich mein Kind vor Gewalt?", zu dem der Förderkreis der Grund- und Mittelschule Illschwang eingeladen hatte. Der Referent Klaus Inderst bietet in Kürze auch einen Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für die Mädchen und Buben der Illschwanger Schule an. Der Vorsitzende des Kampfsportclubs Amberg hat dazu eine spezielle Ausbildung absolviert.

"Wodurch sind Kinder bedroht? Was können wir dagegen tun?" waren zentrale Fragestellungen, mit denen sich der Referent beschäftigte. Wichtig sei es für Eltern, mit der Schule und den zuständigen Behörden das Gespräch zu suchen, sollte ein Kind angegriffen worden sein. Er appellierte, in allen Lebensbereichen sofort gegen Gewalt einzuschreiten und sie auch bei den eigenen Kindern sofort zu unterbinden. "Man sollte selbst ein gutes Beispiel bei der Lösung von Konfliktsituationen geben", gab er zu bedenken.

In Bayern gäbe es jährlich etwa 2000 Anzeigen wegen sexueller Gewalt gegen Kinder unter 14 Jahren. In rund 80 Prozent der Fälle komme der Täter aus dem näheren sozialen Umfeld des Opfers. Dahinter stehe fast immer die Absicht, Macht über Schwächere auszuüben.

"Es ist wichtig", betonte der Referent, "Kinder zu selbstbewussten, selbstständigen Menschen zu erziehen. Dazu gehört auch die rechtzeitige Aufklärung." Auf außergewöhnliche Vorgänge rund um das Kind sollte ein besonderes Augenmerk gerichtet werden, ohne jedoch überstürzt zu handeln.

An der Grundschule Illschwang leitet Klaus Inderst ab Donnerstag, 26. Februar, Selbstverteidigungskurse für Erst- und Zweitklässler von 11 bis 12.25 Uhr und für Dritt- und Viertklässler von 12.35 bis 13.55 Uhr. Der Kurs umfasst vier Einheiten. Die Gebühr beträgt pro Teilnehmer 35 Euro, bei Geschwistern je 30 Euro. Der Referent arbeitet mit Gruppen von maximal 18 Kindern. Bei der letzten Einheit können Eltern und Geschwister zuschauen.
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