Juradistl-Projekt geht mit seiner Lamm-Osteraktion ins elfte Jahr - Auch der Silbergrüne ...
Landschaftsschutz schmackhaft machen

Präsentation der Juradistl-Osteraktion in Illschwang: Konrad Lautenschlager, Richard Lehmeier, Hans-Jürgen Nägerl, Dr. Christina Meindl, Martin Preuß (von links), Landrat Richard Reisinger (Vierter von rechts), Karl Spindler vom Bund Naturschutz (rechts) und Gastronomen. Bild: no
Lokales
Illschwang
04.04.2015
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Rosa gebratener Lammrücken, Lammbarbecue, marinierter Bauch in Speckmantel, Auberginenkaviar, gegrillte Aubergine - dieses lukullische Gericht servierte das Landhotel Weißes Ross zum Auftakt der Juradistl-Lamm-Osteraktion des Landschaftspflegeverbandes Amberg-Sulzbach. Zum elften Mal steht diese Kampagne auch dafür, Landschafts- und Naturschutz nicht isoliert zu betrachten, sondern daraus auch eine regionale Identität stiftende Vermarktung zu entwickeln.

Dem Verband, so dessen Geschäftsführer Richard Lehmeier, gehe es selbstverständlich in erster Linie um den Erhalt der Artenvielfalt in der Region. Als Vorsitzender ergänzte Landrat Richard Reisinger, dass es umso erfreulicher sei, mit dem Juradistl-Projekt auch die lokale Politik, Schäfer, Metzger und Gastronomen mit ins Boot genommen zu haben. Der Begriff und das Signet Juradistl habe sich zu einem regionalen Markenzeichen entwickelt und stehe für hochwertige Naturprodukte. Argumentative Unterstützung bekam der Landrat von Ambergs Bürgermeister und Bezirksrat Martin Preuß.

Die Stadt sehe sich vor diesem Hintergrund "als Bindeglied" und setze gleichermaßen auf eine Weiterentwicklung "dieser regionalen Wirtschaftskette". Dr. Christine Meindl von der Regierung der Oberpfalz ordnete aus der Sicht der Höheren Naturschutzbehörde das Juradistl-Projekt in seiner Gesamtheit nahtlos und nahezu mustergültig dem bayerischen Biodiversitäts-Programm zu.

Lehmeier hatte ein konkretes Beispiel parat. Der Silbergrüne Bläuling, als Schmetterling kürzlich zum Insekt des Jahres gekürt, sei im Oberpfälzer Jura als sonnig-trockenem Lebensraum nicht nur heimisch, sondern profitiere spürbar von dieser Landschaftsschutzmaßnahme. Der Schäfer Konrad Lautenschlager (Ensdorf) beweidet mit seinen Tieren diese Flächen und trägt damit dazu bei, dass sie nicht verbuschen. Und als Absatzmarkt für sein Produkt Lammfleisch ist beispielsweise der Gastronom Hans-Jürgen Nägerl vom Landhotel Weißes Ross auch nicht weit.
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