Kirche senkt ihre Energiekosten

Das Gebäude für die neue Anlage ist gut in sein Umfeld integriert. Bild: no
Lokales
Illschwang
24.09.2014
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Der Ölpreis macht der katholischen Pfarrei Illschwang keine Sorgen mehr. Seit einem Jahr heizt sie ihre Gebäude mit Hackschnitzeln. Und Kirchenpfleger Peter Falk hält diese Entscheidung für "absolut richtig".

Mit einer Festandacht in der Kapelle des Pfarrzentrums Patrona Bavariae und einem anschließenden Tag der offenen Tür präsentiert die katholische Pfarrei Illschwang ihre im vergangenen Jahr gebaute Hackschnitzelheizung am Samstag, 27. September, der Öffentlichkeit. Dr. Andreas-A. Thiermeyer, Umweltbeauftragter der Diözese Eichstätt, segnet die Anlage.

Nach ihrem Amtsantritt im Januar 2013 stellte die Kirchenverwaltung die Unterhaltungskosten für die kirchlichen Gebäude - Pfarrhof, Kindergarten St. Vitus und Pfarrzentrum Patrona Bavariae - auf den Prüfstand. Bisher gab es für alle eine Ölzentralheizung. Der Ölpreis belastete den Haushalt der katholischen Kirchenstiftung immer stärker.

Anfangs gab es Überlegungen, die Gebäude über eine Fernwärmeleitung an die Hackschnitzelheizung der Schule anzuschließen. Allerdings konnte der Schulverband die Versorgungssicherheit nicht garantieren. So entstand der Gedanke, eine eigene Hackschnitzelheizung zu bauen.

Klimaoffensive 2030

Die von der Diözese Eichstätt propagierte "Klimaoffensive 2030", für die sich vor allem Bischof Gregor-Maria Hanke stark machte, erleichterte es der Kirchenverwaltung, sich dafür zu entscheiden. Sie dient dem Zweck, erneuerbare Energien bei Baumaßnahmen in den Pfarreien zu fördern.

Als Heizmaterial fiel die Wahl schnell auf Hackschnitzel, weil sie in der Region reichlich verfügbar sind. Mit der Waldbauernvereinigung Illschwang/Birgland stand ein zuverlässiger Lieferant als Partner bereit.

Im Mai 2013 gingen die Pläne an die Gemeinde und das Landratsamt. An der Bauausführung waren Firmen aus der Region beteiligt. Es entstand ein Anbau an das bereits bestehende Gebäude auf der Propsteiwiese. Mit dem Einzug des Illschwanger Pfarrers Markus Priwratzky ging die Hackschnitzelheizung im September 2013 in Betrieb. "Nach einjähriger Laufzeit zeigt sich, dass die getroffene Entscheidung absolut richtig war", fasst Kirchenpfleger Peter Falk die Erfahrungen zusammen. In den kirchlichen Gebäude sanken die Energiekosten deutlich.

Wärme für weitere Häuser

Durch die Beteiligung privater Abnehmer werde eine 100-prozentige Auslastung der auf 200 kW ausgelegten Anlage erreicht. Demnächst schließen noch zwei Häuser an. Es waren insgesamt ca. 600 Meter Fernwärmeleitungen erforderlich. "Die Kirchenstiftung wird durch die Umsetzung des Projekts ihrer Schöpfungsverantwortung gerecht", betont Pfarrer Markus Priwratzky.
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