Nachdenkliche Worte von Pfarrer Schertel bei Konfirmation in Illschwang
"Nicht immer wird alles gut"

Die 15 Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Illschwang mit Pfarrer Thomas Schertel. Bild: no
Lokales
Illschwang
30.03.2015
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"Wer ohne Gott lebt, der ist auf ewig verloren. Christen glauben an Gott, weil sie nicht verloren gehen wollen. Sie sehen, dass ihr ganzes Leben aufgehoben und geborgen ist in der Weisheit Gottes." Diese Worte des Apostels Paulus richtete Pfarrer Thomas Schertel in der Predigt an die 15 Konfirmanden, die er am Palmsonntag in der Kirche St. Veit einsegnete.

Grundlage seiner Gedanken war der Text des Evangeliums, der bei Lukas im 19. Kapitel steht. Darin geht es um den Oberzöllner Zachäus, den die Menschen nicht mochten, der aber mit Gott Frieden geschlossen hat und bei dem Jesus Einkehr hielt. Für Zachäus wurde letztlich alles gut, stellte Pfarrer Schertel heraus.

"Alles wird gut" - der Spruch stimme nicht immer, merkte er in seiner Predigt an. Er erinnerte an die Not der Menschen weltweit, an die vielen Kriege und Gewalttaten. Ganz aktuell sprach er die Flugzeugkatastrophe an, bei der ein Mensch 149 andere mit in den Tod riss. Da fragen sich viele: "Wo war denn Gott? Warum hat er das nicht verhindert?"

Schertel machte deutlich, dass sich Gott nicht in ein System menschlicher Schlauheit oder Vernunft einordnen lässt. Er werde nur in der persönlichen Begegnung mit gläubigen Menschen erfahrbar. "Seine bedeutsamste Begegnung war die Kreuzigung Jesu", merkte er in seinen Schlussgedanken an.

Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand waren die Konfirmanden in die Kirche eingezogen. In ihrem Grußwort sprach die Vertrauensobfrau Renate Flierl von einem bedeutsamen Tag für die jungen Menschen, aber auch für die evangelische Kirchengemeinde Illschwang. Für die musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes sorgten der Posaunen- und der Kirchenchor.
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