Rat sagt Ja mit einem Grummeln

Lokales
Illschwang
25.04.2015
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In letzter Minute erwischte die Pferdepension Bauer in Aichazandt die Kurve: Der Gemeinderat Illschwang machte den Weg frei für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Grünordnung - allerdings nicht ohne ein Grummeln.

Die ohne Genehmigung errichteten Pferde-Unterstände sorgten in der Vergangenheit mehrmals für Diskussionsstoff. In seiner März-Sitzung hatte der Gemeinderat dem Antragssteller eine letzte Frist eingeräumt, die vollständigen Unterlagen einzureichen. Das ist in der Zwischenzeit geschehen.

Architekt Hans Kleierl aus Vohenstrauß entschuldigte sich für die Verzögerung. Eine schwere Krankheit habe ihn daran gehindert, die Pläne früher fertigzustellen. Sie erfüllten jetzt alle Forderungen der Gemeinde.

Die ursprünglich 14 Pferde-Unterstände werden reduziert und teilweise versetzt. Die Oberflächenentwässerung finde Berücksichtigung. "Ein leidiges Thema bekommt durch die Unterlagen eine rechtliche Grundlage", merkte Kleierl an. Trotzdem kamen kritische Stimmen.

So merkte Alfred Ebert an, dass die Gemeinde in dieser Angelegenheit schon des öfteren vorgeführt worden sei. Er fragte, wie schnell die Maßnahme umgesetzt werde. Thomas Dirler schlug vor, dies innerhalb eines Jahres zu fordern. Hans Pickel wollte genaue Auskünfte zur Entwässerung. Schließlich erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung.

Einen gemeinsamen Vorstoß unternahmen 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl und Jugendbeauftragter Henner Wasmuth, den Spielplatz neben der Kindertagesstätte St. Vitus zu erweitern. So soll die bereits angeschaffte Schaukel mit einem normalen und einem für Kleinkinder geeigneten Sitz ausgerüstet werden. Auf der Einkaufsliste notierten sie einen Vulcano-Wipper für vier und ein Federwipper für zwei Personen.

Speziell für die Kleineren

Um allen Generationen einen entspannten Besuch des Spielplatzes zu ermöglichen, erschien den Antragstellern ein Zaun entlang der Straßenseite sinnvoll. Die Verlegung der Feuerwehrzufahrt zur Kindertagesstätte soll geprüft werden. Die Maßnahmen sind speziell für Kinder bis fünf Jahren gedacht. Die Kosten dürften für Zaun und Spielgeräte bei ca. 5000 Euro liegen.

Hiltl und Wasmuth beantragten außerdem, den Spielplatz im Freibad ans Kleinkinderbecken zu verlegen. Die dort vorhandene Steinformation soll verschwinden. Der derzeitige Standort sei für Kinder barfuß schlecht zu begehen und für die Eltern schwer einsehbar.

Wünschenswert wäre auch hier ein Vulcano-Wipper für vier Personen sowie eine weitere Sitzgruppe mit zwei Bänken und einem Tisch. Vor dem Abhang müsste der Zaun um ca. 50 Meter verlängert werden. Hiltl und Wasmuth versprachen sich von den Maßnahmen auch eine höhere Attraktivität des Freibads.

Finanzieller Spielraum da

Alfred Ebert regte an, die beiden Projekte auf zwei Jahre zu strecken, weil die Gemeinde finanziell schwere Brocken vor der Brust habe. Das sei ursprünglich so geplant gewesen, erklärte Bürgermeister Dieter Dehling. Weil aber die Kosten für den Breitbandausbau erst 2016 fällig werden, bleibe heuer Spielraum.

Der Gemeinderat entschied, beide Maßnahmen umgehend anzupacken. Er setzt dabei auf die Gemeindearbeiter. Helmut Kellner fand kein Gehör mit seinem Vorschlag, Fachfirmen einzuschalten.
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