Was die Jugend wirklich will

Am Jugendforum der Gemeinde nahmen unter anderem teil (von links) der Jugendbeauftragte im Gemeinderat Henner Wasmuth, 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl, Bürgermeister Dieter Dehling sowie (von rechts) Martina Spiegler, die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings, und die kommunale Jugendbeauftragte im Landkreis Amberg-Sulzbach, Claudia Mai. Bild: no
Lokales
Illschwang
19.02.2015
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Neue Ansatzpunkte, Kinder und Jugendliche in der Gemeinde Illschwang noch besser als bisher anzusprechen, will der Jugendbeauftragte Henner Wasmuth schaffen. Dazu sollen unter anderem Fragebögen an Kinder und Jugendliche von 8 bis 23 Jahren verteilt werden.

Diese Formulare stellte Wasmuth beim Jugendforum der Gemeinde im Landhotel Weißes Ross vor, zu dem alle Gruppen und Vereine eingeladen waren, die gegenwärtig aktive Nachwuchsarbeit betreiben. Es gehe ihm darum, dass sich die Kinder und Jugendlichen wohlfühlen. Er wolle die Ergebnisse als Grundlage der Weiterentwicklung der Jugendarbeit ernst nehmen. Es bestehe bei der Aktion auch die Möglichkeit, sich anonym zu äußern.

Spezielle Angebote

So werde unter anderem nach den liebsten Freizeitbeschäftigungen und dem Ort von deren Ausübung gefragt. Ein weiterer Bereich befasst sich damit, wie weit die Angebote der Veranstalter bekannt sind und was der Nachwuchs in der Gemeinde gerne machen würde, wenn es die Möglichkeit dazu gäbe. Schließlich wird in den Bögen angesprochen, wie Kinder und Jugendliche über spezielle Angebote informiert werden sollten.

Auch in das Ferienprogramm will Wasmuth neuen Schwung bringen. Die Teilnehmerzahlen waren zuletzt rückläufig. Man wolle heuer erstmals mit der Gemeinde Birgland gemeinsame Sache machen. Wasmuth betonte, dass es in der Gemeinde, vor allem dank der Neubaugebiete, eine konstante Bevölkerungsentwicklung gebe. Im Schnitt liege man gegenwärtig im Jahr bei 15 Geburten. "Allerdings muss die Gemeinde auf die zahlenmäßig insgesamt schwächeren Jahrgänge reagieren. Dazu gehört auch die Attraktivität Illschwangs durch entsprechende Angebote für junge Leute zu steigern."

Die Vertreter der Gruppierungen und Vereine berichteten beim Forum über ihre speziellen Schwerpunkte und Leistungen, um Kinder und Jugendliche zu begeistern. Wasmuth freute sich, dass die Veranstaltung einen sehr guten Zuspruch fand. Er dankte allen, die sich in diesem Bereich ehrenamtlich einbringen.

Guter Anklang

Bürgermeister Dieter Dehling betonte, dass mit dem Jugendbeauftragten Henner Wasmuth ein Gemeinderat dieses Amt übernommen habe, der sich gut in die Interessen und Erwartungen junger Menschen hineinversetzen kann. Er sei überzeugt, dass dessen neue Ideen in der Bevölkerung guten Anklang finden und es zum verstärkten Meinungsaustausch aller Beteiligten kommt. Unterstützung bekam Dehling vom 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl, der Wasmuth ebenfalls seine volle Unterstützung zusagte.

Spielgeräte ausleihen

Martina Spiegler, die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings (Wasmuth ist in der Einrichtung im Vorstand), erläuterte Zielsetzungen kommunaler Jugendarbeit. Konkret sprach sie die drei Jahre gültige Jugendleitercard an und wies auf entsprechende Auffrischungskurse hin. Viele Materialien und Spielgeräte könnten beim Kreisjugendring ausgeliehen werden.

"Für Feste hat sich die Bar mit alkoholfreien Cocktails bewährt", betonte Spiegler. Sie gab praktische Tipps im Zusammenhang mit der gegenwärtig auch im Landkreis Amberg-Sulzbach aktuellen Flüchtlingssituation.
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