Was wollen die Bürger?

Lokales
Illschwang
21.11.2015
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Henner Wasmuth stellte in der Sitzung des Gemeinderats Illschwang eine Fragebogenaktion für Eltern, Kinder und Jugendliche vor, die die Zufriedenheit im Bereich der Angebote und der Förderung des Nachwuchses betreffen. Die Fragen wurden gemeinsam mit 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl erarbeitet.

Bei der Auswahl habe man sich an der bundesweiten Shell-Jugendumfrage orientiert. Beim Fragebogen für den Nachwuchs geht es beispielsweise um die Lieblingsfreizeitbeschäftigungen, die Zufriedenheit mit den Angeboten der Gemeinde, das Interesse an einem Jugendtreff und das, was eine solche Einrichtung anbieten könnte und schließlich um das Wissen über konkrete Möglichkeiten, die es hier für Kinder und Jugendliche bisher gibt.

Die Familienfreundlichkeit

Die Eltern werden gefragt, welche Einrichtungen sie bisher vermissen, welche bisher besonders gute Arbeit geleistet haben, wie sie mit den Unterstützungen der Gemeinde zufrieden sind, wie familienfreundlich sie die Kommune beurteilen, was sie vom Ferienprogramm halten und was dort noch zukünftig angeboten werden sollte und welche Voraussetzungen ein Jugendtreff erfüllen sollte, um attraktiv zu sein.

Hans Pickel betonte, Ziel der Befragung müsse es sein, die örtlichen Vereine im Bezug auf die Nachwuchsarbeit zu stärken. Thomas Dirler, Vorsitzender des SVI, merkte an, dass mit Fertigstellung des neuen Sportheims für Kinder und Jugendliche noch bessere Angebotsmöglichkeiten geschaffen werden können. Alfred Ebert sah die Aktion als wichtig an, allerdings müssten, nach der Auswertung, die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Die Fragebögen werden über die Schulen, öffentliche Einrichtungen und über den Gemeindebrief verteilt.

Ökokonto kommt

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Erstellung eines Ökokontos für die Gemeinde. Dabei geht es um ein Instrument zur vorgezogenen Sicherung und Bereitstellung von Ausgleichsflächen, mit denen künftige Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft ausgeglichen werden können.

Dadurch könne eine Kommune ihre Planungssicherheit erhöhen und Verfahren beschleunigen. Konkret regte Bürgermeister Dieter Dehling an, dass auch die Gemeinde ein solches Ökokonto einrichtet. Im Vorfeld habe er ein Gespräch mit Landschaftsarchitekt Manfred Neidl geführt, der eine solche Maßnahme positiv einschätzte. Alfred Ebert wies darauf hin, dass nicht immer neu auf die Suche nach Ausgleichsflächen gegangen werden muss und dadurch größere Flexibilität möglich sei.

Dehling bat Bürger, die bereit sind, Flächen zu verkaufen, sich bei der Verwaltung zu melden. Der Gemeinderat stimmte der Einrichtung eines Ökokontos zu.

Ein weiteres Thema war ein Netzanschlussvertrag mit der Bayernwerk AG über den Anschluss des Infopoints (neugestalteter Dorfplatz) mit einem Festnetzanschluss. In der vorletzten Sitzung hatte der Gemeinderat der Aufstellung einer Elektroladesäule am Dorfplatz zugestimmt. Das Gremium befürwortete die Aufstellung eines Verteilerschranks an der Rückseite des Buswartehäuschens. Die Kosten dafür liegen bei rund 2800 Euro.

Am Samstag, 25. Juni, ist das nächste Badfest geplant. Es soll im kleineren Rahmen nachmittags stattfinden. Das Open Air am Abend, so wie heuer beim 40-jährigen Jubiläums des Freibads, soll die Ausnahme bleiben. Bezüglich der Aufstellung eines Hotspots im Badbereich will man die neuen Förderrichtlinien des bayerischen Wirtschaftsministeriums abwarten.

Neue Homepage

Die Homepage der Gemeinde soll von Grund auf neugestaltet werden. Diesbezüglich will man sich in nächster Zeit detaillierte Gedanken über die Umsetzung machen. Alfred Ebert sprach sich dafür aus, dass qualitativ hochwertige Fotos Verwendung finden sollten. Richard Koller präsentierte weitere Bilder, die für die Erstellung einer Dokumentation über Kultur- und Kirchendenkmäler in der Gemeinde verwendet werden können. Wer Hinweise in dieser Richtung hat, sollte sich mit ihm in Verbindung setzen.

Hans Pirner fragte nach, wie es mit der Baumaßnahme der Firma ATH Heinl im Gewerbegebiet in Neuöd aussieht. Die Verzögerung liege, so das Gemeindeoberhaupt, an noch fehlenden Ausgleichsflächen. Für 2016 sei die konkrete Umsetzung geplant.

Bürgermeister Dieter Dehling gratulierte am Ende der Sitzung seinem Vorgänger Altbürgermeister Hans Pickel zur Verleihung der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber.
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