Altbürgermeister legt Mandat nieder
Abschied von Hans Pickel

Nach 38 Jahren in der Kommunalpolitik wurde Hans Pickel (Mitte) in der April-Sitzung von Bürgermeister Dieter Dehling (links) und 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl (rechts) offiziell verabschiedet. Als Geschenk gab es ein Gruppenbild der Arbeitskollegen aus der Verwaltungsgemeinschaft. Bild: no
Politik
Illschwang
23.04.2016
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Mit der April-Sitzung des Gemeinderats endeten für Altbürgermeister Hans Pickel 38 Jahre der politischen Mitgestaltung in der Gemeinde Illschwang. Das Gremium entsprach seinem Antrag, aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niederzulegen.

Als sein Nachfolger wird Gerald Habermehl in der MaiSitzung vereidigt. Seine Arbeit im Kreistag wird Pickel dagegen weiter fortsetzen.

1978 wurde Hans Pickel erstmals in den Gemeinderat gewählt. Er sprach in seinen Abschiedsworten entscheidende Veränderungen in diesem Zeitraum bis zu seinem Ausscheiden an, die er als Gemeinderat und 18 Jahre als Bürgermeister mitgestalten durfte. Er dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und wünschte dem Gremium bei allen zu treffenden Entscheidungen eine glückliche Hand. Er sprach zudem von einem gesellschaftlichen Wandel in den vergangenen knapp 40 Jahren. Pickel plädierte dafür, bestimmte Wertevorstellungen nicht dem Zeitgeist zu opfern.

Bürgermeister Dieter Dehling hob in seinem Dankesworten das große Engagement Pickels auf kommunalpolitischer Ebene hervor. Diese Anerkennung sei zuletzt noch einmal deutlich geworden, als ihm der Gemeinderat den Ehrentitel Altbürgermeister verlieh. Als Geschenk überreichte Dehling ein Bild mit den Bediensteten der Verwaltungsgemeinschaft, mit denen er viele Jahr lang als Gemeindeoberhaupt zusammengearbeitet hat. Hans Pirner sprach von Wehmut. Schließlich verliere die UWG mit Pickel das Aushängeschild im Gemeinderat. Er sei für die Fraktionsmitglieder stets Vorbild gewesen. Es gab eine ehrliche Zusammenarbeit, wobei ihn Pickels Führungsstil beeindruckt habe.

"Durch seine sparsame Haushaltspolitik hat er als Bürgermeister die Gemeinde gut vorangebracht." Als sein Hauptwerk bezeichnete Pirner die Lösung der Abwasserbeseitigung in allen Ortschaften. Auch Werner Englhard für die CSU/BV, sowie Elke Pirner für die SPD sprachen Dankesworte.

Bedarf der Wehren


In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Genehmigung des Jahresbedarfs für alle Gemeindewehren. Dazu waren die Kommandanten der Illschwanger Stützpunktfeuerwehr, Thorsten Jobst und Stefan Dürgner, anwesend. Die beantragten Mittel belaufen sich auf insgesamt 43 205 Euro. Aufgegliedert in laufende Kosten in Höhe von 19 600 und Neubeschaffungen über 23 605 Euro. Ohne Gegenstimme wurden die Mittel genehmigt. Ferner ging es um die Festsetzung der Jugendfördermittel für 2016.

Der Gemeinderatsbeauftragte Henner Wasmuth berichtete vom Jugendforum, bei dem die Vertreter der Vereine, Organisationen und Gruppierungen, die Nachwuchsarbeit betreiben, über ihre Aktivitäten berichtet hatten. Wasmuth betonte, die Gemeinde könne mit dem Angebot sehr zufrieden sein. Einstimmig gewährte der Rat Jugendfördermittel in Höhe von 2150 Euro.

Das Gremium befürwortete den Neubau eines Einfamilienhauses von Heinz Suttner in Illschwang hinter dem früheren Feuerwehrhaus, in der Nähe des Dorfweihers. In diesem Zusammenhang erfolgt auch der Abriss einer landwirtschaftlichen Scheune.

Weg neu geschottert


Zwei gute Nachrichten gab es aus Aichazandt: Zum einen wurde von der Familie Schwemmer ein Teilstück eines Wegs, der sich in einem schlechten Zustand befand, neu geschottert, zum anderen sei bei der Pferdepension Bauer mit dem Abbau von Photovoltaikanlagen begonnen worden. Richard Koller sprach das übertriebene Plakatieren des Buswartehäuschens in Aichazandt an. Der Gemeinderat folgte seiner Anregung, das Anbringen von Plakaten komplett zu verbieten. Stattdessen soll eine Tafel für diesen Zweck aufgestellt werden.

Helmut Kellner kritisierte den Altkleidercontainer, der vor kurzem, ohne Kenntnis der Gemeinde, gegenüber dem Pfarrzentrum Patrona Bavariae aufgestellt wurde. Einstimmig vertrat das Gremium die Auffassung, dass er wieder entfernt werden muss.
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