Bürgermeister Dieter Dehling will Parteivorsitz bei Neuwahlen 2017 abgeben
Illschwanger CSU vor Wechsel an Spitze

Politik
Illschwang
13.04.2016
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Eine Trennung von Bürgermeisteramt und Parteivorsitz sieht Dieter Dehling als Vorteil an. Wenn 2017 im CSU-Ortsverband Illschwang Neuwahlen anstehen, möchte er deshalb für einen Nachfolger Platz machen. Das schlug Dehling den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung vor.

Für die besondere Kreisvertreterversammlung zur Bundestagswahl kürte der CSU-Ortsverband Heinz Pickel, Henner Wasmuth und Dieter Dehling als Delegierte. Vertreter sind Richard Koller, Werner Englhard und Karl Burger.

Besuch am Schlackenberg


Gegenwärtig zählt der CSU-Ortsverband Illschwang 44 Mitglieder. Guten Zuspruch fanden nach Dehlings Worten im vergangenen Jahr die Betriebsbesichtigung bei der Firma Bögl in Neumarkt, eine spezielle Hörzu-Veranstaltung in Götzendorf sowie ein Kinderkochkurs in Zusammenarbeit mit dem Landhotel Weißes Ross in der Schulküche. 2016 sollen der Schlackenberg sowie die Firma Stahlgruber in Sulzbach-Rosenberg besichtigt werden. Vorgesehen sei auch ein Treffen der CSU-Mitglieder mit allen Kandidaten der letzten Kommunalwahl.

Schatzmeister Karl Burger erläuterte die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben. Die Kassenprüfer Norbert Weis und Hans Behringer sorgten für die Entlastung der Vorstandschaft.

W-Lan im Bad verfügbar


Kommunalpolitische Schwerpunkte stellte der Fraktionssprecher im Gemeinderat, Werner Englhard, dar. Er erwähnte das W-Lan, das erstmals in dieser Saison im Freibad zur Verfügung stehe. Eine weitere Zugangsmöglichkeit werde am Dorfplatz geschaffen. Bei der Straßenbeleuchtung werden Quecksilberlampen durch LED-Leuchten ersetzt. Er bedauerte, dass die Aufhebung der Nachtabschaltung im Gemeinderat keine Mehrheit fand.

Positiv sah Englhard die Einrichtung einer Ladestation für E-Autos. Bei der Breitbandverkabelung werde der erste große Abschnitt bis zum Mai fertiggestellt. Für die zweite Phase laufe zur Zeit die Ausschreibung. "Alle Orte der Gemeinde können davon profitieren. Illschwang hat sich frühzeitig um das Angebot der bayerischen Staatsregierung gekümmert", stellte er zufrieden fest.

Heuer werde der Ausbau der Straße von Reichertsfeld nach Altensee angepackt. Zur Erweiterung des Baugebiets Sandäckerweg habe die Gemeinde Grund erworben. Auch das Gewerbegebiet Neuöd solle ausgedehnt werden. In Götzendorf werde eine Versickerungsmulde geschaffen.

635 Euro Schulden pro Kopf


Ortsheimatpfleger Richard Koller habe im Bereich von Feldkreuzen, Kulturdenkmälern und alten Hausnamen neue Impulse gesetzt. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege gegenwärtig bei 635 Euro. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat bezeichnete Englhard insgesamt als gut.

"Kreisumlage vertretbar"


Über die Arbeit im Kreistag berichtete Dieter Dehling. Der Hebesatz der Kreisumlage steige um 0,6 Prozentpunkte auf 44 Prozent. Für die Gemeinde bedeute dies Mehrausgaben von 9400 Euro. Dehling sah dies als vertretbar an, weil andererseits auch die Steuerkraft der Gemeinden steigt. Die Erhöhung begründete er mit dem zusätzlichen Personalaufwand des Landkreises durch den Zustrom von Asylbewerbern.

Der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Patrick Fröhlich überbrachte Grüße des Landtagsabgeordneten Harald Schwartz und lobte die Arbeit des jüngsten Bürgermeisters im Landkreis. Dieter Dehling habe sich seit seiner Wahl sehr engagiert. Des Weiteren freute er sich über die Impulse der Jungen Union Illschwang/Birgland.
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