Gemeinde Illschwang verlangt, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen
Geduld bei Pferdeunterständen zu Ende

Politik
Illschwang
25.06.2016
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Mehrmals beschäftigte sich der Gemeinderat Illschwang mit den Unterstellplätzen der Pferdepension Bauer in Aichazandt. Jetzt ist den Kommunalpolitikern der Geduldsfaden gerissen.

Bachetsfeld. Für die Unterstände, auf denen Photovoltaikanlagen angebracht sind, war damals kein Bauantrag eingereicht worden. Nach jahrelangem Hin und Her stellte Gemeinderat Richard Koller bei der Juni-Sitzung in der Dr. Loewschen Einrichtung in Bachetsfeld den Antrag, dass die Gemeinde die aktuelle Bauleitplanung stoppen und beim Landratsamt darauf hinwirken soll, dass der ursprüngliche Zustand auf dem Grundstück der Pferdepension wiederhergestellt wird.

Frist im April abgelaufen


Eine Frist zur Umsetzung der aktuellen Planung war Ende April abgelaufen. Der Grundstückseigentümer hat bisher erst den Rückbau von drei der sieben Pferdeunterstellplätze umgesetzt. Einstimmig befürwortete das Gremium den Antrag von Koller.

Werner Renner vom gleichnamigen Planungsbüro und sein Mitarbeiter Hans-Jürgen Tiefel erläuterten den Vorentwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Am Kohlberg in Illschwang. Unternehmer Heribert Hartmann plant dort den Neubau einer Halle in der Größenordnung von 50 auf 20 Meter. Sie soll in einem Mischgebiet mit einer Gesamtfläche von 4600 Quadratmetern entstehen.

Die Baumaßnahme soll im Freistellungsverfahren durchgeführt werden. Gefordert sind eine Heckeneingrenzung sowie ein Regenrückhaltebecken. Maximal ist eine zweigeschossige Bauweise möglich. Das Satteldach darf eine Grenze von 30 Grad nicht überschreiten.

Gutachten zum Lärmschutz


Da im Mischgebiet auch Wohnhäuser gebaut werden können, ist ein Lärmschutzgutachten erforderlich. Die Erschließungskosten des Grundstücks müssen vom Antragssteller getragen werden.

Hans-Jürgen Tiefel legte anschließend einen Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans Sandäckerweg 2 vor. Hier geht es vor allem um eine neue Wegeführung. Des Weiteren kommt noch ein Grünstreifen hinzu. Im nächsten Schritt sollen die Träger öffentlicher Belange gehört werden. Noch im Herbst ist die bauliche Umsetzung geplant. Den beiden Anträgen Kohlberg und Sandäckerweg stimmte der Gemeinderat zu.

Kinder und Eltern befragt


Mit den Ergebnissen einer Befragung wartete Henner Wasmuth auf. Eltern und Jugendliche hatten die Gelegenheit, sich über ihre Zufriedenheit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu äußern. Unterstützung bekam Wasmuth er bei der Aktion vom 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl. Kinder und Jugendliche füllten 70 Fragebogen aus; von Eltern kamen 42 Vordrucke zurück.

Bei der Auswertung zeige sich ein ähnliches Gesamtbild wie bei einer Umfrage auf Landkreisebene. Wasmuth zog eine Reihe von Schlussfolgerungen daraus. So sollte es eine jährliche Informationsbroschüre über das Angebot der Vereine mit Kontaktadressen geben. Mittelfristig sei eine Überarbeitung und Neugestaltung der Homepage der Gemeinde notwendig.

Für Mädchen wenig geboten


Das Ferienprogramm der Gemeinden Illschwang und Birgland müsste deutlicher in Kategorien eingeteilt werden. Das Freibad genieße bei den Kindern und Jugendlichen besonderen Stellenwert. Für Mädchen ab zehn Jahren fehlt es an attraktiven Angeboten. Der Bauausschuss sollte sich Gedanken machen über ein Konzept, unter welchen Bedingungen in weiteren Ortsteilen Spielplätze entstehen könnten.

Richard Koller sah die Präsentation als wichtig für die Gemeinde an. Die Schlussfolgerungen sollten von den Räten detailliert behandelt werden.

Große Hunde im Blick


Zustimmung fand in der Sitzung eine neu gefasste Verordnung über das freie Herumlaufen von großen Hunden und Kampfhunden. Es gebe immer wieder Beschwerden in dieser Richtung. Das Gremium folgte dem Vorschlag des Leiters der Verwaltungsgemeinschaft, Siegfried Holler, eine Mustersatzung zu verwenden. Die Gemeinde Kümmersbruck habe sie bereits in Absprache mit dem Landratsamt eingeführt. Sie biete der Verwaltung eine Grundlage, Beschwerden gezielter nachzugehen.

Hans Pirner wies auf ein anderes Problem mit Vierbeinern hin, von dem vor allem Landwirte betroffen seien. Er meinte Verunreinigungen in Wiesen. Landwirte haben einen Anspruch auf saubere Nutzungsflächen, betonte Pirner.
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