Gemeinderat Illschwang
Den Kindern zuliebe kulant

Politik
Illschwang
20.10.2016
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Auf Kulanzebene übernimmt die Gemeinde Illschwang bis zum Jahresende die Kosten für eine Zusatzkraft (Z-Kraft), die sich in der Kindertagesstätte St. Vitus um drei Kinder mit integrativen Bedürfnissen kümmert. Es gab aber noch mehr zu besprechen.

Aichazandt. Einem Antrag der Katholischen Kirchenstiftung, sich an den Kosten für 15 Wochenstunden für das gesamte Kindergartenjahr 2016/17 zu beteiligen, wurde nicht zugestimmt.

Aus drei Gemeinden


Für das vergangene Kindergartenjahr war ein entsprechender Antrag vom Gemeinderat Illschwang genehmigt worden. Die Situation hat sich dadurch geändert, dass die betroffenen Kinder jetzt aus drei verschiedenen Gemeinden stammen. Birgland und Kastl haben in ihren Gemeinderatssitzungen eine finanzielle Beteiligung abgelehnt. Die Kosten pro Kind liegen bei circa 7000 Euro. Der Landkreis beteiligt sich nur zu 50 Prozent, wenn die Gemeinden bereit sind die Hälfte zu tragen.

Eine Z-Kraft ist eine Zusatzkraft für integrative Kinder, die besonderen Förderbedarf haben. Diese werden in Kleingruppen speziell betreut. Werner Englhard, Richard Koller und Hans Pirner zeigten Unverständnis, dass die Gemeinden Birgland und Kastl nicht bereit sind, den jeweiligen Kostenanteil von 3500 Euro für ihre Kinder zu tragen. 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl wies ergänzend darauf hin, dass die betroffenen Kinder im September 2017 eingeschult werden. Helmut Kellner sah eine integrative Förderung als wichtig an, weil so der Eintritt in die erste Klasse erleichtert wird. Die Räte verständigten sich darauf, dass Bürgermeister Dieter Dehling in dieser Angelegenheit noch einmal mit seinen Kollegen aus den Gemeinden Birgland und Kastl spricht.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um ein Flurstück, das bis 1978 als Müllplatz der Gemeinde genutzt wurde. Dazu lag dem Gremium ein Gutachten vor, in dem eine Gefahr für das Grundwasser verneint wurde. Der Platz wurde eingeebnet und wird von einem Landwirt als Anbaufläche genutzt. Die Gemeinde gab ein erweitertes Gutachten mit Kosten von rund 2000 Euro, bezüglich der Futternutzung, in Auftrag.

Ein Thema in der Oktobersitzung war die Erstellung eines Leitsystems für die Wanderwege in der Gemeinde durch die Firma Schettler Consulting KG. "Einige Gemeinden in der Touristikgemeinschaft Sulzbacher Bergland haben ein solches von dieser Firma erstellen lassen und damit gute Erfahrungen gemacht", berichtete Bürgermeister Dehling. Er erläuterte, dass die bisherigen Wege unverändert bleiben, aber Verknüpfungspunkte mit den Strecken anderer Gemeinden erfasst und eingearbeitet werden. Es gebe dann auch eine App zum Herunterladen. Helmut Kellner regte an, den Birgland Express mit in das Konzept zu integrieren. Thomas Dirler sah darin eine gute Möglichkeit den Fremdenverkehr weiter zu fördern. Das Angebot der Firma Schettler liegt bei 10 750 Euro. Vom VGN ist eine Förderung von 1000 Euro zu erwarten. Der Gemeinderat stimmte dem Angebot zu, verbunden mit dem Zusatz, die Kosten aufgeteilt auf zwei Haushaltsjahre bezahlen zu können.

Einige Bauvoranfragen wurden schnell geklärt. Helmut Kellner bemängelte, dass in der Johann-Baptist-Pöhnlein Straße das falsche Fabrikat einer Straßenbeleuchtung aufgestellt worden ist. Außerdem sei das Licht falsch eingestellt.

Bis zum Asphalt


Er sprach auch ein Maisfeld zwischen Ritzelsdorf und Pfaffenhof an. Dort hat ein Landwirt bis zu zehn Zentimeter nahe an den Asphalt geackert. Tiere, die aus dem Maisfeld kommen, stellen seiner Ansicht nach eine Gefährdung des fließenden Verkehrs dar, weil die Autofahrer nicht mehr so schnell reagieren können. Schließlich fragte er nach, weshalb die Begrüßungsschilder noch nicht an den Ortseingängen von Illschwang aufgestellt worden sind, obwohl dies im Gemeinderat schon vor einem Jahr beschlossen wurde. Bürgermeister Dehling entgegnete, dass die Schilder weitgehend fertig sind.
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