Regierung will Mittelschule Illschwang auflösen
Gemeinderat stemmt sich gegen das Aus

Der Gemeinderat stimmte gegen die Pläne der Regierung der Oberpfalz, die vor einigen Jahren sanierte Mittelschule in Illschwang ab dem Schuljahr 2016/17 endgültig aufzulösen. Bild: no
Politik
Illschwang
18.12.2015
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Der Gemeinderat Illschwang bringt sich gegen die endgültige Auflösung der Mittelschule in Stellung. Als Verbündete hat er die Räte aus dem Birgland an seiner Seite. Auslöser ist das Vorhaben der Regierung der Oberpfalz, den Status "ruhende Mittelschule" mit Beginn des Schuljahres 2016/17 zu beenden.

Dietersberg. Bereits seit drei Schuljahren besuchen die Schüler beider Gemeinden ab der 5. Jahrgangsstufe die Krötensee-Mittelschule in Sulzbach-Rosenberg. Nach den Vorstellungen der Regierung soll ab September für Illschwang die Bezeichnung "ruhende Mittelschule" der Vergangenheit angehören. Bürgermeister Dieter Dehling erläuterte zwei Alternativen für die Zeit danach.

und Birgland könnten dem Schulverband Sulzbach-Rosenberg beitreten. Seiner Meinung nach hätten die beiden Gemeinden dann kaum noch Möglichkeiten, Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen. Blieben sie dagegen im bisherigen Schulverbund, bedeute dies, ab dem neuen Schuljahr pro Kind Gastschulbeiträge zahlen zu müssen.

"Ideale Bedingungen"


Ohne weiteres wollte Alfred Ebert einer Auflösung der Mittelschule nicht zustimmen. Als Argument führte er an, dass die Generalsanierung des Schulgebäudes in Illschwang erst einige Jahre zurückliege. Es biete vom Raumangebot her ideale Bedingungen für die Klassen 5 bis 9. Richard Koller meldete ebenfalls Widerspruch an. Er sah nicht ein, dass die Gemeinde für die Renovierung Rückzahlungen leiste und zusätzlich noch Gastschulbeiträge in Sulzbach-Rosenberg zahlen solle.

Als neue Überlegung regte Henner Wasmuth Gespräche mit Ursensollen an, ob Interesse bestehe, Kinder aus Illschwang an ihrer Mittelschule aufzunehmen. Das hielt Ebert für problematisch, da der Trend bei der Bevölkerung in Richtung Sulzbach-Rosenberg gehe. Ein Wechsel nach Ursensollen erfordere neue und zusätzliche Anbindungen, gab er zu bedenken. Einstimmig lehnte der Gemeinderat die Auflösung der Illschwanger Mittelschule ab.

Ja sagte er zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Grünordnung der Pferdepension Bauer in Aichazandt. Verwaltungsangestellter Robert Sperber erläuterte die Stellungnahmen der Abteilungen Emissionsschutz, Umweltschutz und Bauen beim Landratsamt dazu. Architekt und Bauamt arbeiteten die Korrekturen in die ursprünglichen Pläne ein. Bis zum 1. Mai 2016 soll die Maßnahme in die Tat umgesetzt werden.

Jahr der Feste und Feiern


Worte des Dankes und gute Wünsche zum Weihnachtsfest standen am Schluss. Bürgermeister Dieter Dehling sprach von einem Jahr der Feste und Feiern in der Gemeinde, die bestens gemeistert wurden. Er lobte das gute Klima im Gemeinderat.

Breitbandausbau geht in die zweite RundeBürgermeister Dieter Dehling gab für den Breitbandausbau das Ergebnis der Markterkundung im zweiten Förderverfahren bekannt. Er zeigte sich zuversichtlich, dass diese Maßnahme für alle Ortschaften, die beim ersten Durchgang nicht zum Zug kamen, finanziell gut bewältigt werden könne. Die Ausschreibung dafür soll in der Januarsitzung in Angriff genommen werden.

Dehling begrüßte den Vorschlag von Heinz Pickel, das seniorenpolitische Gesamtkonzept, das im Herbst vom Kreistag beschlossen wurde, in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorzustellen.

Christian und Helene Spack aus Roth wollen ein Einfamilienhaus in der Siedlung Sandäckerweg bauen. Für die Garage planten sie ursprünglich ein Pultdach. Im Gespräch mit dem Bürgermeister erklärten sie sich bereit, auf ein Satteldach umzusteigen. Unter diesem Gesichtspunkt erteilte der Gemeinderat seine Zustimmung.

Eine Sondervereinbarung über den Wasser- und Kanalanschlusses beschloss das Gremium beim Neubau einer Halle für den Imkerbetrieb von Matthias und Dorothea Wankel in Neuöd. (no)
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