Weichen für ATH Heinl gestellt
Erst graben, dann bauen

Politik
Illschwang
22.11.2016
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Die ersten Weichen sind gestellt, damit die Firma ATH Heinl im Gewerbegebiet Neuöd die Um- und Neuansiedlung ihres Betriebs in Angriff nehmen kann.

In der Novembersitzung befasste sich der Gemeinderat Illschwang mit dem Ergebnis der erneuten Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zum Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Neuöd III.

Grabung zur Sondierung


Dazu lieferten Werner Renner und sein Mitarbeiter Hans-Jürgen Tiefel die entsprechenden Informationen. Die Abwägungsvorschläge wurden von den Räten einstimmig gebilligt. In nächster Zeit wird dort eine Sondierungsgrabung gemacht, so wie es vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und von Kreisheimatpfleger Walter Schraml in ihren Stellungnahmen gefordert wird. Damit soll sichergestellt werden, dass es in diesem Bereich keine geschichtsträchtigen Funde mehr gibt, die durch die Baumaßnahme verloren gehen könnten. Ergänzend merkte Bürgermeister Dieter Dehling an, dass sich zwischen der bestehenden Firma Heinl Bauelemente und dem geplanten Neubau der Firma ATH Heinl noch eine Fläche im Privatbesitz befindet. Der Eigentümer sei weiterhin verkaufsbereit. "Die Fläche", so Dehling, "könnte einmal beiden Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Betriebe entsprechend zu erweitern."

Auch hinsichtlich der Ausweisung weiterer Bauplätze stellte der Gemeinderat entsprechende Weichen. Werner Renner und Hans-Jürgen Tiefel erläuterten auch dazu die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zum Baugebiet Sandäckerweg III. Nachdem die Gespräche mit der katholischen Kirche erfolgreich abgeschlossen werden konnten, dürfen dort 15 neue Parzellen auf einer Fläche von 1,4 Hektar entstehen. Es ist eine Einzel- und Doppelhausbebauung möglich. Des Weiteren sind alle Dachformen möglich. Werner Renner zeigte sich zuversichtlich, dass ein Baubeginn im Frühjahr 2017 möglich wird.

Bezüglich des Baugebiets "Am Kohlberg" in Illschwang lagen elf Stellungnahmen von 37 beteiligten Trägern öffentlicher Belange vor. Sie wurden vom Gemeinderat zügig abgehandelt. Die Firma Metallbau Hartmann errichtet dort zurzeit eine neue Fertigungshalle.

Negativ beurteilten dagegen die Räte den Antrag von Judith März und Irene Lang auf Vorbescheid für die Bebauung eines Grundstücks in Ödputzberg mit vier Einfamilienwohnhäusern samt Doppelgaragen. Sie vertraten die Ansicht, in kleineren Ortschaften keine Baugebiete auszuweisen. In Ödputzberg gibt es bisher keinen Abwasserkanal. Durch einen landwirtschaftlichen Betrieb in unmittelbarer Nachbarschaft könnte es Geruchsbelästigung durch Silage geben, wodurch Probleme vorgezeichnet sind.

Vom Bebauungsplan "Bergleite" in Neukirchen ist die Gemeinde Illschwang nicht betroffen und wird deshalb als Träger öffentlicher Belange keine Stellungnahme abgeben. Beim Tagesordnungspunkt Änderung des Regionalplans Oberpfalz-Nord ging es um Windkraftvorranggebiete. Die Frage war, ob die Gemeinde noch weitere Windräder wolle? Diese Frage wurde verneint. Gerald Habermehl vertrat die Auffassung, man sei diesbezüglich schon stark in Vorleistung gegangen. Es wäre dann wieder der Bereich zwischen Augsberg und Wolfsfeld besonders betroffen, merkte Heinz Pickel an.

Keine Windkraftanlage


Thomas Dirler wies auf die positive Energiebilanz der Gemeinde, gerade im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe, hin. In diesem Zusammenhang lehnte der Gemeinderat die Voranfrage von Ulrich Wittfeld ab, der hier eine Windkraftanlage errichten möchte. Negative Entscheidungen hatte es diesbezüglich bereits in den Gemeinden Kastl und Ursensollen gegeben.

Hauptorganisator Thomas Dirler wies darauf hin, dass am 2. Adventswochenende (3. und 4. Dezember) wieder die Dorfweihnacht mit reichhaltigen Angeboten und vielfältigem Programm stattfindet. Ein besonderer Höhepunkt ist am Samstag, 3. Dezember, um 17 Uhr in der Pfarrkirche die Lesung der Heiligen Nacht durch Richard Gabler, musikalisch mitgestaltet von den Birgländer Sängerinnen und der Stubenmusi.
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