Bockbierfest in Illschwang
Trankopfer bringt Jubelwetter

Von links: Ehrenvorsitzender Norbert Weis, Vorsitzender Thomas Dirler, Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Michael Göth, Bruder Barnabas (Hobbo Royer), Illschwangs Bürgermeister Dieter Dehling und Pfarrer Thomas Schertel stießen auf ein gelungenes Bockbierfest an. Bild: no
Vermischtes
Illschwang
09.03.2016
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In bester Laune präsentierte sich auch die Damenwelt bei der Premiere des Bockbierfests im nagelneuen Sportheim.

Premiere im neuen Sportheim des SV Illschwang: Erstmals trat dort Fastenprediger Bruder Barnabas (Hobbo Royer) beim Bockbierfest des SV in Aktion. Die Ausführungen zum lokalen Geschehen fielen deftig aus.

Vorsitzender Thomas Dirler begrüßte im proppenvollen Sportheim die Gäste. Die Damen von Fit nach 8 waren für Bedienung und Ausschank zuständig. Die Küche bot zum Bock passende Schmankerln. Für Musik sorgten die Kirchenreinbacher Spitzboum.

Stammtisch-Politik


"Manchen Gästen", so Bruder Barnabas, "gefällt es im neuen Zuhause des SVI so gut, dass sie zu spät den Heimweg antreten und der dort wartenden holden Gattin mit einfallsreichen Alibis entgegentreten, um Ungemach abzuwenden." Im Bezug auf Aichazandt warf er die Frage auf, "wie lange wir noch warten müssen, bis sich die von Photovoltaik- und Unterstellanlagen verstrahlten Akteure im langjährigen Streit um die Dorfverschandelung geeinigt haben". Die entsprechende Politik werde dabei nicht vom Gemeinderat, sondern am Stammtisch beim Wirts-Dieter gemacht. Der Redner befasste sich auch mit dem Besuch des evangelischen Landesbischofs Dr. Bedford-Strohm bei der Einweihung des simultanen Kirchenradwegs. Als Windei habe sich dabei die von Bürgermeister Dehling und dem Landrat angekündigte Tour-de-France-Etappe erwiesen. "Letztendlich radelte Bedford-Strohm nur mit seinem Amtsbruder Uwe Markert den Illschwanger Kirchberg hinauf." Wenigsten, so Bruder-Barnabas, waren alle zum Mittagessen beim Nägerl wieder vereint. Der Segen des Landesbischofs habe sich auch auf den evangelischen Pfarrhof ausgewirkt, war sich Fastenprediger Barnabas sicher. Just nach dem Besuch traf die Baugenehmigung für Pfarrer Schertels Carport ein. Die jahrelangen denkmalschützerischen Auseinandersetzungen waren vergessen.

Das WLAN hat im Freibad Einzug gehalten. Einer schnellen Entlarvung nächtlicher Badegäste, so der Prediger, stehe nichts mehr im Wege. Der Bademeister Stefan B. wache in seinem Multimedia-Center über alles, was rund um das Feuchtbiotop vor sich geht.

Von grässlichen grünen Leuchten sprach Bruder Barnabas im Zusammenhang mit der neuen Ladestation für E-Bikes am Infopoint. Für den neuen Feuerwehrvorstand sei sie dagegen eine gute Orientierungshilfe, wenn er sich auf dem Heimweg vom Gerätehaus über die Pollety-Passage befindet. Von fußballbezogenen Auseinandersetzungen wusste der Redner auch zu berichten, wenn Bayern-Fan Herbert V., Löwen-Fan Basch und der Clubberer Kunz im Feuerwehrhaus aufeinandertrafen. Folgender Sinnspruch des Bayern-Fans ist überliefert: "Dädat erst einmal aufsteigen".

Ein Thema der Rede war auch die Preisfehlkalkulation am Stand des Gartenbauvereins bei der Dorfweihnacht: für 0,3 Liter Hopfenbier zwei Euro und für 2,5 Liter nur 5,50 Euro. Dieses Angebot wurde von einigen Besuchern ausgiebigst genutzt, bis der Vorsitzende Lenz G. dem Treiben ein Ende bereitete und für eine angemessene Preisgestaltung sorgte.

Das Doppeljubiläum


Das Doppeljubiläum von Feuerwehr und SV Illschwang spielte in der Predigt ebenfalls eine Rolle. Bei den Zeltwachen wurden das Maiglöckerl der Brauerei Glossner reichlich genossen. Für dieses Trank-Opfer spendierte Petrus an allen Festtagen schönes Wetter. Pfarrer Schertel war beim Festzug mit seinem Spezial-Landschaftspfleger samt Fahrrad unterwegs. Bruder Barnabas vermutete, dass er Illschwangs Bürgermeister damit motivieren wollte, sich endlich sportlich zu betätigen.

Schließlich kam auch noch "Starreporter" Nobby White an die Reihe, der mit waghalsigen Fotoaktionen auf der Leiter beim Neujahrsempfang oder auf der Bierbank beim Patenbitten selbst für Schlagzeilen gesorgt habe, stets von Mary White mit besorgten Blicken beobachtet.
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