Cornelia Dürgner übernimmt von ihrem Vater Rudolf die Verantwortung für die Illschwanger Pilger ...
Mit 21 Jahren Wallfahrtsführerin

Ehrungen für viele Teilnahmen an der Fußwallfahrt galten (von links) Fritz Falk und Michael Englhard (beide zehn Jahre), Pfarrer Markus Priwratzky, Elisabeth Dürgner (20 Jahre), Richard Koller (zehn Jahre) und die neue Wallfahrtsführerin Cornelia Dürgner.
Vermischtes
Illschwang
24.05.2016
87
0

Ein neuer Rekord ist erreicht: Zum ersten Mal knackte die katholische Pfarrei Illschwang bei der Fuß- und Buswallfahrt nach Gößweinstein die Marke von 100 Teilnehmern. Bemerkenswert war auch der Einstand einer neuen Wallfahrtsführerin. Das Amt blieb in der Familie.

81 Pilger machten sich zu Fuß auf die 60 Kilometer lange Strecke von Illschwang in die Fränkische Schweiz. 19 Teilnehmer stiegen in den Wallfahrerbus ein. Ein Alleinstellungsmerkmal für die katholische Pfarrei dürfte die mit Abstand jüngste Wallfahrtsführerin sein: Cornelia Dürgner, 21 Jahre alt, trat die Nachfolge ihres Vaters Rudolf an, der sieben Mal für die Gesamtorganisation zuständig war.

Überzeugung sichtbar


Die neue Führerin ist in einer sehr christlich geprägten Familie aufgewachsen. Das Thema Wallfahrt spielt bei den Dürgners zu Hause eine bedeutende Rolle. Die Eltern gingen auch schon den weiten Weg von Regensburg nach Altötting. Bereits mit acht Jahren war Cornelia als damals jüngste Teilnehmerin zu Fuß nach Gößweinstein unterwegs. Sie hat seitdem kein Jahr gefehlt. Heuer war sie zum 14. Mal mit dabei. Sie sieht in der Wallfahrt die Möglichkeit, ihre innere Glaubensüberzeugung nach außen sichtbar zu machen und Besinnung zu finden. Jedes Jahr freue sie sich auf die Wallfahrt der Illschwanger am Dreifaltigkeitssamstag, sagt sie. Cornelia Dürgner meisterte ihre Premiere als Führerin mit Bravour. Große Unterstützung bekam sie von Oberministrant Roland Pisarek.

Bei herrlichen Rahmenbedingungen machten sich die Fußwallfahrer nachts um 2 Uhr, mit dem Pilgersegen von Pfarrer Markus Priwratzky, auf den Weg. In Kirchenreinbach gab es das Frühstück. Nach einer weiteren Rast in Finstermühle wartete bei der Waldschänke Hufeisen im Veldensteiner Forst das Mittagessen. Die Reservistenkameradschaft Illschwang tischte einen Surbraten auf.

Um die Verkehrsabsicherung unterwegs kümmerten sich die Reservisten und die Feuerwehr. Die Schreinerei Englhard stellte ihren Firmenbus als Begleitfahrzeug zur Verfügung.

Die Buswallfahrer starteten am Mittag unter der Leitung von Babette Wisgickl. Ein bewegender Moment war für alle der von der Blaskapelle Steinfeld begleitete Einzug in die Basilika. Den Gottesdienst gestaltete der Kirchenchor Schlicht mit. Die dortige Pfarrei teilt sich mit Illschwang den Wallfahrtstermin.

Am Dreifaltigkeitsmarterl auf der Gaisloh wurden die Wallfahrer spätabends begrüßt und zum feierlichen Abschluss mit den Fahnenabordnungen zur Pfarrkirche geleitet. Pfarrer Markus Priwratzky ehrte Fritz Falk, Richard Koller und Michael Englhard für zehnmalige Teilnahme mit einer Votivkerze von Gößweinstein. Für 20-malige Teilnahme bekam Elisabeth Dürgner ein Bronzekreuz.

Zwischen 14 und 76 Jahren


Der älteste Fußwallfahrer war Georg Eichenseer mit 76 Jahren und die jüngste Fußwallfahrerin Hannah Weber mit 14 Jahren, beide aus Sulzbach-Rosenberg.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.