Dr. Josef Schierl feiert in seiner Heimatkirche St. Veit das 25-jährige Priesterjubiläum
Schöpfungsbild im Blick behalten

Die Mädchen und Buben der Kindertagesstätte St. Vitus gratulierten Josef Schierl musikalisch zum 25-jährigen Priesterjubiläum und überreichten einen Blumenstrauß. Bilder: no (2)
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Illschwang
06.07.2016
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Josef Schierl feierte die Eucharistie in seiner Heimatpfarrkirche.

Seit 25 Jahren arbeitet Josef Schierl im Weinberg des Herrn. Die ersten Schritte auf seinem Lebensweg ging der Priester in der Pfarrei Illschwang. Sie teilte den Festtag mit ihm und besorgte in Polen ein besonderes Geschenk dazu.

Gemeinsam mit Ortspfarrer Markus Priwratzky, Prodekan Gerhard Ehrl sowie den Pfarrern Thomas Gensberger, Clemens Hergenröder und Tobias Göttle feierte der gebürtige Einsrichter Dr. Josef Schierl in seiner Heimatpfarrei Illschwang das silberne Priesterjubiläum. Er ist Stadtpfarrer von Heideck und leitet auch den angrenzenden Pfarrverband.

Ein beeindruckender Kirchenzug bewegte sich vom Pfarrzentrum Patrona Bavariae zum Dorfplatz, wo der Jubilar begrüßt wurde. Gemeinsam mit ihm ging es zur Pfarrkirche St. Vitus. Den Gottesdienst gestalteten der Kirchenchor mit seiner Leiterin Shanna Ibler, der Posaunenchor sowie die Solisten Eva Langer und Martin Schmidt musikalisch.

Priesterdecke dünner


Als Festprediger sprach Pfarrer Priwratzky über das Wirken des Heiligen Willibald, des ersten Bischofs von Eichstätt. Er bezeichnete ihn als großen Idealisten, der in unsere Region kam, um den Menschen den christlichen Glauben zu vermitteln. Der Priester von heute erhalte vom Bischof einen Sendungsauftrag. Josef Schierl übe ihn für vier ehemalige Pfarreien aus. Dies zeige, dass die Priesterdecke dünner geworden ist. Es sei in einem schwieriger gewordenen Umfeld von Bedeutung, missionarisch tätig zu sein. Dabei müsse sich der Pfarrer auf ein gut funktionierendes Team verlassen können. Er dankte allen, die sich in ehrenamtlichen Diensten einbringen.

Messgewand überreicht


Als Jubiläumsgeschenk der Pfarrei Illschwang überreichten Pfarrer Markus Priwratzky, Kirchenpfleger Peter Falk und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Markus Riederer von Paar ein Messgewand aus dem polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau.

Landrat Richard Reisinger dankte Dr. Josef Schierl für seinen Dienst im Weinberg des Herrn und wünschte ihm die Kraft für ein weiterhin erfolgreiches Wirken. Für die Gemeinde Illschwang gratulierte Bürgermeister Dieter Dehling zum Jubiläum. Ein Priester sei ein Brückenbauer zwischen den Menschen. Er stehe vor der Herausforderung, Trost und Stärke, Vertrauen und Nächstenliebe zu vermitteln, und auf die Menschen, je nach Situation, eingehen zu können.

Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Markus Riederer von Paar erinnerte daran, dass der Jubilar in einer tiefkatholischen Familie aufgewachsen ist. Er lobte seine Bereitschaft, angesichts einer oft kirchenfeindlichen Grundstimmung unserer Gesellschaft im Weinberg des Herrn zu wirken und dies zu einer Lebensaufgabe gemacht zu haben.

Mutter (85) feiert mit


Josef Schierl zeigte sich tief beeindruckt. In der Feier der Eucharistie wolle er allen danken, die ihn im priesterlichen Dienst begleitet und unterstützt haben. Besonders erfreut war er, dass seine 85-jährige Mutter den Festtag miterleben konnte.

Im Blick auf das Schöpfungsbild in der Illschwanger Pfarrkirche sprach er davon, wie diese durch die Menschen gefährdet werde. Es gelte, die Probleme ernst zu nehmen. Kraft gebe die Erkenntnis, dass Gott uns seinen Sohn gesandt hat, um uns durch die Schöpfung zu führen. "Christsein in unserer Zeit bedeutet, klar Standpunkt zu beziehen und bereit zu sein, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen", schloss Schierl.

Im Anschluss an den Gottesdienst begann das Pfarrfest im Zelt mit einem gemeinsamen Mittagessen. Mädchen und Buben aus der Kindertagesstätte St. Vitus gratulierten Dr. Josef Schierl zum Jubiläum und überreichten einen Blumenstrauß. Auch der Männergesangverein Illschwang gab mit seiner Leiterin Shanna Ibler eine Kostprobe seines Könnens. Die Ministranten bereicherten das Programm mit einem Lied und einer szenischen Darstellung.

Christsein in unserer Zeit bedeutet, klar Standpunkt zu beziehen und bereit zu sein, auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.Dr. Josef Schierl
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